Interesse an alternativen Antrieben wächst

Tendenz steigend

Interesse an alternativen Antrieben wächst
Das Elektroauto Opel Ampera © Opel

Die deutschen Autofahrer interessieren sich immer mehr für alternative Antriebe. Dabei hat das Elektroauto einen sehr schweren Stand.

Das Interesse der deutschen Autofahrer an alternativen Antrieben nimmt zu. Nach einer Umfrage der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) unter 1000 Personen gaben 26 Prozent der Befragten an, sich mit dem Elektroantrieb zu beschäftigen. Vor einem Jahr waren es noch zehn Prozent weniger.

Elektroantrieb wird abgelehnt

Auch bei den anderen Antrieben ist das Interesse gestiegen. 24 Prozent und damit sechs Prozent mehr als im Vorjahr beschäftigen sich mit dem Erdgas-Antrieb, Autogas sind es 19 Prozent (2011: 16 Prozent). Um sieben Prozent auf 23 Prozent hat das Interesse beim Hybridantrieb zugenommen. Den größten Interessensanstieg verzeichneten Biokraftstoffe mit einem Sprung von zehn auf 22 Prozent. Brennstoffzelle und Wasserstoff bilden mit zwölf Prozent den Abschluss.

Das gestiegene Interesse am Elektroauto führt aber auch gleichzeitig zu einer Ablehnung des Antriebs. Nur 25 Prozent würden sich ein solches Fahrzeug kaufen, vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Als Grund wurde die fehlende Reichweite angegeben, obwohl 63 Prozent der Befragten lediglich 50 Kilometer am Tag zurücklegen.

Hybridantrieb löst Elektroantrieb ab

Dagegen ist die Bereitschaft gestiegen, für emissionsärmere Fahrzeuge mehr Geld auszugeben. 68 Prozent wären dazu bereit, wenn das Fahrzeug 30 Prozent weniger CO2 ausstoßen würde. Bevorzugt wird hier der Hybridantrieb genannt, dem auch die größten Realisierungschancen eingerechnet werden und der den Elektroantrieb an der Spitze abgelöst hat.

Neben dem Elektroantrieb stehen auch die Biokraftstoffe in der Kritik, zu denen auch Super E10 gehört. Rund 57 Prozent wollen den Kraftstoff verboten sehen.

Opel Ampera bekanntestes Auto

Bei den Herstellern steht Toyota mit 23 Prozent in der Wahrnehmung grüner Fahrzeuge am besten da. VW folgt mit 19 Prozent, Mercedes mit 13 Prozent. Elf Prozent glauben, dass BMW die größte Flotte umweltfreundlicher Fahrzeuge anbietet, bei Audi sind es neun. Opel mit fünf und Renault mit vier Prozent folgen vor Ford, Peugeot und Honda mit jeweils zwei Prozent.

Das bekannteste Modell bei den alternativen Antrieben ist der Opel Ampera mit sieben Prozent. Auf den Plätzen folgen der Smart ED sowie der elektrische Golf, den es noch gar nicht zu kaufen gibt. (AG)

Vorheriger ArtikelHarte Zeiten für Autobatterie
Nächster ArtikelBMW Richtung Jahresrekord
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

Keine Beiträge vorhanden