ZF und Beep: Robo-Shuttles für die USA

Neue Generation des People Mover

ZF und Beep: Robo-Shuttles für die USA
ZF hat auf der CES einen neuen People Mover vorgestellt. © ZF

ZF hat die neue Generation seines People Movers präsentiert. Zusammen mit dem Mobilitätsanbieter Beep will man mehrere Tausend Shuttles in den USA auf den Markt bringen.

Für die dritte Generation des autonom und elektrisch fahrenden Shuttles ist der Friedrichshafener Technologiekonzern eine Partnerschaft mit dem us-amerikanischen Mobilitätsdienstleister Beep eingegangen. Die Vereinbarung beider Unternehmen sieht ein Planungsvolumen von mehreren Tausend Level-4-Shuttle-Fahrzeugen vor, die in verschiedenen Gebieten in den USA zum Einsatz kommen sollen.

„Damit die verkehrsbedingten Emissionen in Metropolen sinken, ist eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und ein gleichzeitiger Ausbau nachhaltigerer, effizienterer, komfortablerer und bezahlbarerer Mobilitätsangebote erforderlich“, sagt Torsten Gollewski, Leiter Autonomous Mobility Solutions bei ZF.

Beitrag zur Verkehrswende

Mit seinen Autonomen Transportsystemen will ZF dazu beitragen, den Mobilitätswandel voranzubringen. Auf der CES hat ZF dafür sein neues Level 4-Shuttle vorgestellt. Damit hat der Technologiekonzern nun zwei Fahrzeugtypen im Angebot: das bisherige Shuttle kann dabei auf abgetrennten Fahrspuren zum Einsatz kommen, das neue Modell kann indes auch im urbanen Umfeld im Mischverkehr eingesetzt werden.

Für das autonome Fahren sorgen Radar, Lidar und Kamera- sowie Geräuscherkennungssysteme. Verarbeitet werden sie von einem von ZF entwickelten Computer, auf dem eine Virtual-Driver-Software mit künstlicher Intelligenz läuft. Lenkrad und Pedalerie gibt es an Bord nicht mehr. ZF spricht daher von einem vollautomatisierten Level-4-Fahrzeug.

Platz für 22 Personen

Im Shuttle von ZF finden 22 Personen Platz. Foto: ZF

Im Innenraum des neuen Shuttles finden 22 Personen Platz, für 15 Personen stehen Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Das Layout des Innenraums lässt sich dabei an die Wünsche der Kunden anpassen, so ZF. Die Antriebsenergie wird in einer wahlweise 50 oder 100 kWh großen Batterie vorgehalten, die eine Reichweite von bis zu 130 Kilometern ermöglichen soll. Zunächst fährt der Shuttle maximal 40 km/h, später sollen dann auch 80 km/h möglich sein. Das Shuttle ist zudem barrierefrei, verfügt über eine elektrische Rampe, die Rollstuhlfahrern oder Menschen mit Bewegungseinschränkungen einen erleichterten Einstieg ermöglichen soll.

Mit Beep hat sich ZF mit einem Partner zusammen getan, der über ausgewiesen Erfahrungen beim autonomen Fahren besitzt. So ist das Unternehmen mit Sitz in Florida auf die Planung und den Einsatz autonomer Shuttles spezialisiert. Nach eigenen Angaben testet Beep seit mehr als drei Jahren autonome Shuttles und hat dabei mehr als 100.000 Fahrstunden absolviert. In Lake Nona/Florida betreibt Beep das größte private autonome Mobilitätsnetz in den USA.

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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