Nicolai Eboxx: E-Mountainbike für hohe Ansprüche

Nicolai Eboxx: E-Mountainbike für hohe Ansprüche
Das E-Mountainbike Nicolai Eboxx E14. © Nicolai

Für Kunden mit einem besonderen Geschmack bietet Nicolai das E-Mountainbike Eboxx E14 an. Dafür muss man aber auch tief in die Tasche greifen.

Aus Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten der Kunden wählen Fahrradhersteller bei den meisten Modellen meist einen Kompromiss aus Qualität und Preis. Doch immer mal wieder werden Fahrräder gebaut, bei denen letzterer keine Rolle spielt. So wie beim deutschen Mountainbike-Spezialist Nicolai, der mit dem neuen Eboxx E14 ein E-Mountainbike der Sonderklasse ins Rennen schickt.

Basis für das Eboxx E14 ist ein massiv wirkender und in Deutschland geschweißter Alurahmen, dessen wuchtiges Unterrohr einen Intube-Akku mit 500 Wattstunden beherbergt. Dieser versorgt einen im Tretlager-Bereich integrierten, drehmomentstarken Performance-CX-Motor von Bosch mit Strom.

Nabenschaltung mit 14 Stufen

Eine Besonderheit des E14 deutet bereits die Modellbezeichnung an, denn bei der Gangschaltung kommt eine Rohloff-Nabenschaltung mit 14 Übersetzungsstufen in der elektrisch schaltbaren Ausführung zum Einsatz. Statt den Gang also über Drehgriffschalter und Seilzug mechanisch zu wechseln, reicht der Druck auf eine Schaltereinheit am breiten Renthal-Lenker. Zusätzlich kombiniert Nicolai das Antriebssystem mit einem Gates-CDX-Riemenantrieb. Vor allem bei Fahrten durch schlammiges und feuchtes Gelände dürfte diese wartungsarme Antriebskombination ihre Vorteile ausspielen.

Infozentrale des elektrischen Antriebs ist der neue Kiox-Bordcomputer mit kratzfestem Farbdisplay. Ansonsten setzt Nicolai auf eine in fünf Größen verfügbare Rahmengeometrie mit langem Radstand, flachem Lenkwinkel und 17 Zentimeter Federwegen. Vorradgabel und Hinterraddämpfer stammen von Fox. Das Fully steht auf 27,5-Zoll-Laufrädern von Hope mit Baron-Reifen von Continental.

Zusammen mit den Magura-Scheibenbremsen mit Vierkolbensätteln dürfte das Eboxx E14 so ziemlich jeder eine Herausforderung gewachsen sein. So souverän wie die Komponenten ist auch der Preis: Rund 9.000 Euro verlangt Nicolai für sein Topmodell. (SP-X)

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Frank Mertens
Nach dem Studium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche.

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