E-Autos mit besserer Kostenbilanz als Verbrenner

E-Autos mit besserer Kostenbilanz als Verbrenner
Das Platzangebot im VW ID.3 ist gut, auch im Fond. © VW

Die Autofahrer stöhnen über hohe Spritpreise. Doch für die Gesamtbilanz der Autokosten ist ein anderer Aspekt viel wichtiger.

Denn statt der Spritpreise hat vor allem der Wertverlust des Autos Einfluss auf die Gesamtbilanz bei den Autokosten. Das hat nun der ADAC ermittelt.


Der aktualisierte Kostenvergleich des Clubs sieht zudem in vielen Fällen E-Autos als günstigste Alternative.

ID.3 günstiger als VW Golf

Im Vergleich von VW Golf und ID.3 etwa ist der Stromer mit Kilometerkosten von 47,2 Cent günstiger als der Benziner mit 56,9 Cent. Berücksichtigt wurden neben Wertverlust, Anschaffungs- und Energiekosten auch die Kosten für Versicherung, Steuer, Reifenverschleiß sowie Wartung und Reparaturen. Wie der ADAC mitteilte, würden die höheren Anschaffungskosten der E-Version (36.960 Euro) gegenüber dem Benziner (32.460 Euro) überkompensiert durch andere Kostenfaktoren wie Versicherung, Kfz-Steuer, Ausgaben für Wartung und Reparaturen, Reifenverschleiß, Kraftstoff- bzw. Stromkosten und eine Pauschale für die Wagenwäsche und -pflege.

Dabei würden sich auch die vergleichsweise geringeren Wartungs- und Betriebskosten von Elektroautos in der Gesamtbilanz bemerkbar. Verzerrt wird dieser Vergleich indes durch die derzeit noch gewährte Kaufprämie für Stromer in Höhe von 9000 Euro.

Kaufpreise für E-Autos müssen sinken

„Selbst wenn man einen Preisnachlass von 15 Prozent auf den Benziner-Golf einrechnet, kommt der elektrische ID.3 am Ende günstiger weg“, so der ADAC. Wenn man den Umweltbonus vom Kaufpreis abzieht, ist der ID.3 rund 5.000 Euro günstiger in der Anschaffung. Damit die Kostenbilanz bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen auch ohne Subventionen noch besser ausfällt, müssen die Kaufpreise laut ADAC weiter sinken und dürfen nur geringfügig über denen eines vergleichbaren Verbrennermodells liegen.

Auch EQA günstiger als GLA

Der ADAC hat weitere Auto-Pärchen verglichen. Demnach fährt man mit dem elektrischen Mercedes EQA günstiger als mit dem ähnlich großen GLA-Benziner, ein elektrischer Dacia Spring ist billiger in der Gesamtbilanz als ein Sandero und der BMW 420d würde nur mit Rabatt einen i4 im Kostenvergleich schlagen.

In anderen Fällen liegt aber auch der Verbrenner vorn: So ist der Ford Kuga Hybrid günstiger als der Mustang Mach-E. (mit SP-X)

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