21. September 2017

Fahrbericht Neues Mini-SUV Kia Stonic: Tonangebend durch die trendige Harmonielehre

Kia steigt mit dem Stonic in das Segment der Mini-SUV ein
Kia steigt mit dem Stonic in das Segment der Mini-SUV ein © Kia

Kia steigt mit dem Stonic in das Segment der kleinen SUV ein. Auf dem optisch geländefähigen Ableger des Rio setzen die Koreaner ganz hohe Erwartungen.




Von Thomas Flehmer

Der Ton macht die Musik. Und den will Kia wenn möglich angeben. Mit dem Stonic gesellt sich ein neuer Mitbewerber zum Renault Captur, Peugeot 2008 oder Opel Mokka in das sehr trendige Segment der Mini-SUV, also der hochgebockten Kleinwagen, die zumeist auf Allradantrieb verzichten und die optischen Geländemerkmale in den Vordergrund stellen.

„Nach dem Sportage ist der Stonic das nächste Flaggschiff für das Image der Marke“, sagt Kia-Produktmanager Ivan Batard. Und auch in Deutschland soll der um 15 Millimeter auf 18 Zentimeter hochgebockte Rio hinter dem Sorento und dem Ceed den letzten Platz auf dem Podium belegen. Somit muss der Stonic bereits vor dem Marktstart am 30. September mit hohen Anforderungen leben, um den Ton im Orchester der Mitbewerber aus Deutschland und Frankreich anzugeben.


Diverse Farbtupfer mit dem Kia Stonic

Dabei setzen die Koreaner mit dem Stonic diverse Farbtupfer, mit denen der kleine Geländegänger zum Hingucker avanciert. So kann die 4,14 Meter lange Karosserie mit insgesamt neun verschiedenen poppigen und weniger poppigen Lackfarben versehen werden. Dach und Spoiler können in anderen Tönen eingefärbt werden, das Dach lässt Targa-Gefühle aufkommen. Insgesamt 20 verschiedene Kombinationen sorgen für eine gewisse Individualisierung der wohlgeformten Silhouette und der unvermeidlichen Tigernase am Kühlergrill.

Bunt geht es auch im Innenraum weiter. Hier kann das Cockpit mit vier verschiedenen Farbtupfern aufgehellt werden. Versehen mit gut konturierten Sitzen, deren Kunstleder aber einem auch bei kühleren Temperaturen schnell einen kleinen Schuss Schweiß in den Lendenbereich treibt, lässt es sich gut aushalten – auch auf längeren Strecken. Ein Radstand von 2,58 Metern lässt allen Personen genügend Platz und auch der Kofferraum bietet mit einem Volumen zwischen 352 und 1155 Litern gute Verhältnisse.

Zahlreiche Assistenten an Bord des Stonic

Gut bestückt ist das Cockpit des Kia Stonic
Gut bestückt ist das Cockpit des Kia Stonic © Kia

Neben den optischen und haptischen guten Eindrücken hat Kia – wie auch beim Rio – den Stonic mit Fahrsicherheitsassistenten und Infotainment-Systemen gut bestückt. Ein autonomer Notbremsassistent erkennt auch Fußgänger, der Spurhalteassistent die Striche auf dem Asphalt und eine Kamera die fehlende Aufmerksamkeit des Fahrers. Ein Spurwechselassistent sowie ein Querverkehr-Warner sind in der Top-Ausstattungsvariante Platinum Edition ebenso serienmäßig an Bord wie Apple Car Play oder Android Auto von Beginn an.

Als Motor bietet sich neben den schwächer ausgefallenen Saugern und dem Diesel der 1.0 T-GDI mit 88 kW/120 PS an. Der Dreizylinder agiert für einen Dreizylinder recht laufruhig und zugleich spritzig. 10,3 Sekunden sind eine anständige Sprintzeit, die sechs Gänge, im Kleinwagenbereich recht selten, lassen sich dabei gut einlegen. Das Fahrwerk agiert ebenso souverän wie die Lenkung. Bei 185 km/h muss der Turbo von der linken Autobahnspur weichen, die fünf Liter Verbrauch müssen bei einem längeren Test verifiziert werden.

Komplett ausgestatteter Stonic für 23.390 Euro

Das Basismodell des Stonic beginnt bei 15.790 Euro
Das Basismodell des Stonic beginnt bei 15.790 Euro © Kia

Mindestens 18.390 müssen für die Basisausstattung Edition 7 mit dem Dreizylinder angelegt werden. 2000 Euro teurer ist die Variante Vision, 3500 Euro mehr als in der Basis müssen für Spirit ausgegeben werden. Vollgefüllt mit allem, was Kia zu bieten hat, werden für die Platinum Version 23.390 Euro fällig. Die unschlagbaren sieben Jahre Garantie gibt es auch für den Stonic, der auch preislich im Orchester der Mini-SUV den Ton angeben möchte.

Denn der Name Stonic ist Programm. Das Kunstwort setzt sich aus den Wörtern Sport und Tonika zusammen. Wer im Musikunterricht in der Grundschule nicht über den Violinenschlüssel hinausgekommen ist, kann mit dem Begriff aus der Harmonielehre nichts anfangen. Die Tonika ist die erste Stufe einer Tonart, auf der der Dreiklang den Hauptklang einer Tonart darstellt. Und nur mit dem Grundton kann dann auch das Orchester musizieren.






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