Skoda Fabia Monte Carlo: Schluss mit brav

Skoda Fabia Monte Carlo: Schluss mit brav
Skoda legt den Fabia als Sondermodell Monte Carlo auf. © Skoda

Der Skoda Fabia ist ein brav daherkommendes Auto. In der Variante Monte Carlo macht der Kleine indes auf sportlich.

In der Rallye-WM ist der wuselige Skoda Fabia immer gut für einen Podiumsplatz. Wobei das kraftstrotzende Allrad-Sportgerät natürlich recht wenig mit dem Serienauto zu tun hat. Der zivile Fabia hat eher das Image eines braven Autos für kleine Familien, ist aber durchaus auch bei reiferen Semestern angesagt. Jetzt können beim im Frühjahr neu erschienenen 4,10-Meter-Viertürer auch die Sportinteressierten jeden Alters wieder zugreifen.


Und bekommen ein nominales Rallye-Feeling als Logo an der Seitenpartie mitgeliefert. „Monte Carlo“ steht da und zeigt zudem eine stilisierte Zielflagge. Mehr Symbol geht nicht.

Leistung von 150 PS

Die berühmte „Monte“, immerhin eine der bekanntesten Rallyes der Welt, ist das bevorzugte Terrain der lupenreinen Power-Version des Fabia, die in dieser rasanten Art der Stock-und-Stein-Fortbewegung oft ganz oben auf dem WM-Podium steht. Klar doch, dass nun beim Straßenautos für Normalos die Brücke zum Hochleistungssport geschlagen werden soll. Was allerdings nur bedingt an den Muckis unter der kurzen Haube liegt, da der 150 PS-Dreizylinder bereits andere Fabia-Versionen befeuert.

Auf die besondere Gestaltung kommt es an. Die schwarze Lackierung an Schwellern, Kühlergrill, Außenspiegel-Gehäusen, den 16-Zoll-Alurädern oder dem sogenannten Heckdiffusor verleihen finsteren Sportgeist. Vorne blinzelt dieser Fabia aus LED-Scheinwerfern. Auch die Dachfarbe steht für den Unterschied, kombiniert die bestellbaren Lackierungen stets wiederum mit Schwarz. Der Innenraum bietet Sportsitze, ein Lederlenkrad im Sportdesign und Pedale im Edelstahl-Look.

Der Grundton der Innerei ist natürlich auch wieder stockdunkel, wird aber durch knallrote Dekorleisten an Instrumententafel, oberhalb der seitlichen Türablagen oder an der Mittelkonsole aufgehübscht. Eine LED-Ambientebeleuchtung sorgt auch bei trübem Wetter und nachts für die richtige Stimmung.

DSG mit sieben Gängen

Rote Ziernähte gehören beim Skoda Fabia Monte Carlo dazu. Foto: Skoda

Die wird noch besser außerhalb von Städten und Ortschaften. Bei der ersten Ausfahrt rund um die Fabrik im tschechischen Mlada Boleslav kommt der Sportmodus zum Zug. Jetzt dreht das Doppelkupplungsgetriebe seine sieben Gänge höher aus, der Sound schwillt an, wird aber trotz der Drei-Zylinder-Bescheidenheit nie blechern. Der Fabia wird seiner Optik gerecht, wechselt die Brot-und-Butter-Bestimmung in Richtung Spaß und Sport.

Erstaunlich, was solche Kleinwagen heute können. Überzeugende Bremsen, Spurtreue in Kurven aller Art und die Mitgift an den Fahrer, auch mal das sprichwörtliche Borstenvieh rauszulassen, das im Alltag stets im Stall zu bleiben hat.

Grundpreis von 26.400 Euro

Später im Eco- oder Normalmodus verwandelt sich der Fabia wieder zum Alltagsauto, kann im Verhältnis zu seinen Außenmaßen richtig viel einpacken und erspart bei der Parkplatzsuche das lange Suchen. Zudem ist der Monte Carlo ordentlich ausgestattet und kann durch diverse Pakete zum Beispiel an Assistenzsystemen noch aufgewertet werden. Was dann allerdings seinen Grundpreis von 26.400 Euro weiter nach oben treibt.

Zurück auf dem Werksgelände eine halbe Autostunde von Prag entfernt, steht noch ein offizieller Termin für den „Monte Carlo“ an. Er ist Taufpate für seinen großen Bruder, den neuen Fabia RS Rally2, der in der nächsten Saison professionelle Punkte einheimsen soll. Dieser Bolide allerdings hat einen Zwei-Liter-Turbomotor, 289 PS, ein Drehmoment von 430 Newtonmetern und Allradantrieb. Wer ihn erwerben will, sollte aber vorher das berühmte Spielcasino von Monte Carlo sprengen. Der Supersportler kostet nämlich rund 190.000 Euro. (SP-X)

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