Audi setzt Second-Life-Batterien in Elektro-Rikschas ein

Pilotprojekt in Indien

Audi setzt Second-Life-Batterien in Elektro-Rikschas ein
Auszubildende aus dem Audi-Werk Neckarsulm haben eine Rikscha mit E-Antrieb aus Second-Life-Batterien aufgebaut. © Audi

Die Zahl der E-Autos steigt und damit stellt sich die Frage, was mit den vielen Batterien geschieht. Audi setzt Second-Life-Batterien in E-Rikschas ein.

Mit Pilotprojekten wie diesen arbeiten Autohersteller an Lösungen, um sie in eine Kreislaufwirtschaft einzubinden. Die VW-Tochter Audi hat sich zu diesem Zweck mit dem indischen Start-up Nunam zusammengetan. Es lotet im Rahmen verschiedener Pilotprojekte die Weiterverwertung gebrauchter Akkus aus.


In Kooperation mit der Audi Environmental Foundation testet Nunam aus E-Tron-Prototypen ausgemusterter Hochvoltbatterien im Einsatz als stationäre Solarstromspeicher sowie ab 2023 als Antriebsakkus für E-Rikschas. Zusätzlich zu drei zur praktischen Erprobung von Nunam in Indien aufgebauten Rikschas haben Auszubildende von Audi nun eine elektrisch angetriebene Show-Rikscha aufgebaut, die am 22. Juni offiziell im Rahmen des Greentech-Festivals auch im praktischen Einsatz vorgestellt wird.

Frauen in Indien unterstützen

Das Projekt in Indien verfolgt zudem noch das Ziel, die Erwerbschancen von Frauen in Indien zu stärken. Ihnen werden E-Rikschas zur Verfügung gestellt, um ihre Waren zu transportieren. Gefördert wird das gemeinnützige Start-up mit Sitz in Berlin und Bangalore von der Audi Umweltstiftung.

Die E-Rikschas mit Second-Life-Batterien sollen Anfang 2023 erstmals in Indien auf der Straße fahren. Dort werden sie einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung gestellt. „Die alten Batterien sind noch äußerst leistungsfähig“, sagt der Co-Gründer von Nunam, Prodip Chatterjee. „Wenn sie in den richtigen Anwendungen eingesetzt werden, können Second-Life-Batterien eine große Wirkung haben und Menschen in herausfordernden Lebenssituationen helfen, ein Einkommen und ökonomische Unabhängigkeit zu erzielen – auf eine nachhaltige Art und Weise.“

Wie er hinzufügte, seien Autobatterien auf ein gesamtes Autoleben ausgelegt, „doch selbst nach dem Ersteinsatz im Fahrzeug verfügen sie noch über einen großen Teil ihrer Leistung“. Aus der Sicht von Chatterjee seien die ausgemusterten Batterien für Fahrzeuge mit geringeren Anforderungen an Reichweite und Leistung sowie geringerem Gesamtgewicht äußerst vielversprechend. (mit SP-X)

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