4. Januar 2010

Fahrbericht Kia Venga Nächster Euro-Koreaner

Der Kia Venga
Der Kia Venga © Foto: Kia

Kia setzt einen weiteren Meilenstein in der noch jungen Firmengeschichte in Deutschland. Wie der Cee'd und der Soul ist auch der Venga ein Auto lediglich für europäische Bedürfnisse.




Von Thomas Flehmer

Kia baut seine Palette weiter aus. Mit dem Venga betritt der koreanische Autohersteller in Europa Neuland. Das B-Segment MPV, dass im März als Kia Studie No. 3 in Genf debütierte, soll in einem derzeit schrumpfenden Markt neue Akzente setzen. «Wir sind immer gegen den Strom geschwommen. Das werden wir fortsetzen», sagte General Manager Panu Vainamo. Venga bedeutet im Spanischen «Los» oder «Komm».


Neue Standards

Für das Team um Chef-Designer Peter Schreyer stand der Opel Meriva Pate. Anders als bei dem Modell aus Rüsselsheim versah der ehemalige VW-Designer den Venga neben Alltagsnutzen mit etwas mehr Form. «Der Venga ist eine Kombination aus Funktionalität und Design», so Schreyer, «er setzt neue Standards für diese Klasse.» So erhielt der Venga mit dem Trapezgrill das neue Markengesicht, das auch schon der Soul, Cee'd und Sorento tragen. Die Seitenlinie erinnert ein wenig an die B-Klasse von Mercedes.

Das 4,07 Meter lange Modell ist insgesamt runder und kommt somit auf eine Dachhöhe von 1,60 Metern. Das Cockpit ist nicht so lieblos eingerichtet wie bei den Mitbewerbern aus Japan. Pfiffig ist die kleine Rückfahrkamera, dessen Monitor im Innenspiegel integriert wurde.

Praktische Ablagefläche

Schickes Cockpit
Schickes Cockpit © Foto: Kia

Dank eines Radstandes von 2,62 Metern sitzen die Insassen recht bequem, da auch die Rücksitze einzeln um 13 Zentimeter in Längsrichtung verschoben werden können. Und auch die Rückenlehne kann individuell eingestellt werden. Groß gewachsene Personen bekommen aber mit der Decke Schwierigkeiten, wenn ein zweiteiliges Panorama-Glasdach geordert wurde, das ein paar Zentimeter von der Höhe wegnimmt.

Genug Platz befindet sich auch im Kofferraum. 440 Liter stehen von Beginn an zur Verfügung, die auf bis zu 1253 Liter erweitert werden können. In einem Staufach unter dem Gepäckraumboden können weitere 130 Liter untergebracht werden. Dank der praktischen Ablagefläche können dort auch Pflanzen hingestellt werden, wenn vorher natürlich der Gepäckraumboden entfernt wurde.

Neuer Basisdiesel

Praktische Ablagefläche
Praktische Ablagefläche © Foto: Kia

Bei den Motoren gibt es die Wahl zwischen jeweils zwei 1.4er und 1.6er Benzin- oder Dieselmotoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 75 und 128 PS, die zudem alle mit dem 300 Euro teuren Start-Stopp-System ISG ausgestattet sind. Ganz neu ist der 1.4 CRDi mit 90 PS, der durchschnittlich lediglich 4,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 117 Gramm pro Kilometer entspricht. Damit zieht die Steuerbefreiung.

Allerdings muss man sich dann in Geduld üben. Denn für den Sprint aus dem stand bis zu Tempo 100 km/h werden 14,5 Sekunden gestoppt. Auch Überholvorgänge sollten dann wohl überlegt sein. Dagegen überzeugt der Venga bei der Laufruhe sowie beim Sechsganggetriebe, dessen Gänge sich leicht und präzise einlegen lassen.

Sieben Jahre Garantie

Der Diesel startet bei 15.750 Euro
Der Diesel startet bei 15.750 Euro © Foto: Kia

Der ab Anfang Januar zur Verfügung stehende Venga beginnt in als 1.4 CRDi bei 15.750 Euro in der Basisausstattung Attract. Klima und Radio gibt es aber erst bei der zweiten Ausstattungslinie Vision, die bei 17.330 Euro startet. Immer mit dabei ist die Garantie über sieben Jahre oder 150.000 Kilometer.






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