Seat Leon: Es muss nicht immer nur der Golf sein

Seat Leon: Es muss nicht immer nur der Golf sein
In der dritten Generation hat Seat den Leon auch als Dreitürer angeboten. © Seat

Der Seat Leon ist das spanische Gegenstück zum VW Golf. Bei der Hauptuntersuchung schlägt er sich im Großen und Ganzen gut.

Die dritte Generation des Seat Leon (5F) trat mit drei Karosserievarianten an. Zunächst debütierte Ende 2012 der 4,26 Meter lange Fünftürer, Mitte 2013 folgte der SC genannte Dreitürer, der rund drei Zentimeter kürzer ist. Der 4,54 Meter lange Kombi (ST) ergänzte das Angebot ab 2014. Er bietet ein Kofferraumvolumen je nach Sitzkonfiguration zwischen 587 und 1.470 Litern, die anderen Varianten fassen maximal bis zu 1.200 Liter.

Das Platzangebot für die Passagiere fällt etwas knapper aus als im Kombi. Bei der Gestaltung des Innenraums profitierte der Seat Leon vom Zugriff auf den auf den Modularen Querbaukasten des VW-Konzerns (MQB). Fahrer von anderen VW-Konzern-Marken finden sich schnell zurecht. 2016 erhielt der Leon ein Facelift. Optisch orientierte er sich seitdem am Seat Ateca.

Auch Erdgas-Variante im Angebot

Auch als Familienkombi mit bis zu 1.470 Liter großem Kofferraum ist der Leon III zu haben. Foto: Seat

Aus dem großen VW-Konzern-Regal standen Benziner, Diesel und eine Erdgas-Variante zur Wahl. Bei den Ottomotoren mit drei und vier Zylindern reicht die Leistungsspanne von 86 bis 310 PS (Cupra R). Alle Aggregate sind aufgeladene Direkteinspritzer. Die Cupra-Modelle boten zum Teil auch Allradantrieb. Die Diesel-Palette startete bei 90 PS, das stärkste Aggregat leistete 184 PS. Allradantrieb war für die Versionen mit 110 und 150 PS sowie die Top-Variante im Angebot. Die Erdgas-Version (ab 2018) kam auf 130 PS. Die Kraftübertragung erfolgt je nach Motor über manuelle Fünf- oder Sechs-Gang-Getriebe, außerdem standen Sechs- und Sieben-Gang-DSG zur Wahl.

Bei älteren Leon-Jahrgängen sollte Interessenten darauf achten, dass eine Klimaanlage an Bord ist. Diese gehörte erst ab der zweiten Komfortstufe „Reference“ zum Serienumfang. Wer es sportlich mag, ohne gleich zu den Cupra-Modellen greifen zu wollen, kann einen Blick auf die FR-Ausstattungslinie werfen, die mit strafferem Fahrwerk und Sitzen mit mehr Seitenhalt punktet.

Preise starten bei etwa 5000 Euro

Sportlich eingerichtet präsentiert sich das Cockpit der Cupra-Version. Foto: Seat

Beim Thema Sicherheit erlaubte sich der Leon keine Patzer und absolvierte 2012 den NCAP-Crashtest mit einer Fünf-Sterne-Bewertung. Mit dem Facelift wurde die Funktionsweise der Assistenten erweitert, so gabt es seitdem eine Fußgängererkennung oder eine verbesserte Verkehrsschilderkennung.

Bei der HU schlägt sich der spanische Kompakte im Großen und Ganzen gut. Kontrolle empfiehlt sich jedoch bei Federn und Dämpfern. Hier schwächelt die dritte Generation. Ein Blick auf die Abgasanlage schadet ebenfalls nicht. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell rund 6.500 gebrauchte Seat Leon vom Typ 5F auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 5.000 Euro. (SP-X)

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