Bonds Dienstwagen unterm Hammer

Aston Martin DB5

Bonds Dienstwagen unterm Hammer
Der berühmteste Dienstwagen der Welt wird versteigert © Foto: dpa

Der Aston Martin DB5 von Agent 007 ist schon lange in Rente. Jetzt wird das Auto mitsamt seinen Modifikationen von «Q» versteigert. Auf knapp fünf Millionen Euro ist der Wagen taxiert, der gerade 48.000 Kilometer auf dem Tacho hat.

Das wohl berühmteste Auto der Filmgeschichte, James Bonds langjähriger Sportwagen, wird versteigert. Dem kugelsicheren Aston Martin DB5 fehlt es dank der Modifikationen von «Q» an nichts, was das Agentenherz begehrt: Schleudersitz für den Beifahrer, drehbare Nummernschilder («007JB», «JB007»), zwei Maschinengewehre hinter den Frontblinkern, Nebelwerfer und Ölspurspritzer sind nach Angaben des Auktionshauses nur einige der außergewöhnlichen Extras. Das einfache Navigationsradar und ein eingebautes Telefon waren einst verblüffende Neuheiten in der Sonderausstattung.

In sechs Filmen dabei

Der heimliche Star in sechs 007-Filmen soll am 27. Oktober versteigert werden, berichteten britische Medien am Mittwoch. Der Preis wird auf vier Millionen Pfund (derzeit 4,8 Millionen Euro) geschätzt. Mit dem Erlös will der aktuelle Eigentümer, US- Radiomoderator Jerry Lee, seine Stiftung für Verbrechensbekämpfung unterstützen. Lee kaufte das nostalgische Gefährt im Jahr 1969 für 12.000 US-Dollar dem Autobauer ab.

Das silberige Auto mit dunkelgrauen Ledersitzen fährt den Angaben zufolge tadellos, allerdings: Der im Steuerknüppel versteckte rote Auslöser für den Schleudersitz ist defekt, auch die Maschinengewehre funktionieren nicht, hieß es.

Erster Auftritt 1964

Der Aston Martin hatte 1964 in «Goldfinger» seinen ersten Auftritt. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 233 Kilometern pro Stunde lieferte sich Sean Connery waghalsige Verfolgungsjagden mit Verbrechern. Insgesamt legte das Auto 30.000 Meilen (48.000 Kilometer) zurück. Für die Filmproduktionen wurden zwei baugleiche Autos hergestellt. Ein weiterer Wagen wurde 1997 als gestohlen gemeldet und vermutlich zerstört. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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