Nissan Micra: Jüngere Jahrgänge bevorzugt

Seit 1983 am Start

Nissan Micra: Jüngere Jahrgänge bevorzugt
Der Nissan Micra zeigt sich nicht immer von der besten Seite. © Nissan

Der Nissan Micra wird von seinem größeren Bruder Note immer mehr an den Rand gedrängt. Auch als Gebrauchter bietet der Kleinwagen nur wenig Kauf-Anreize.

Über Jahrzehnte war der Micra bei Nissan der einzige Kleinwagen im deutschen Verkaufsprogramm. Doch seit 2005 - und spätestens seit seiner Neuauflage im vergangenen Herbst - gräbt der Note dem Micra das Wasser ab. Der Minivan ist vollgestopft mit Technik, darunter ein 360-Grad-Kamerasystem, und er hat das variablere Raumkonzept. Und auch wegen seiner nicht sehr ausgeprägten technischen Zuverlässigkeit ist der Micra mehr etwas für Fans.

Deutliche Verbesserung beim Nissan Micra ab 2007

Weder beim ADAC noch im «TÜV Report 2014» kommt der Micra gut weg, und das, obwohl Kinderkrankheiten eigentlich längst auskuriert sein müssten. «Nicht sonderlich pannensicher», so stuft der Münchner Autoclub zwischen 2002 und 2007 gebaute Exemplare der dritten Fahrzeuggeneration (K12) ein. Erst danach sei eine deutliche Verbesserung eingetreten. Bei 1,2-Liter-Benzinern bis Baujahr 2005 habe es vergleichsweise häufig defekte Steuerketten gegeben, kaputte Anlasser waren bei Motoren der Baujahre 2003 bis 2006 ein Problem. Bis 2006 produzierte Diesel leiden öfter unter Ölverlust.

Der TÜV-Report moniert vor allem Achsaufhängung und Lenkung als Schwachpunkte. Bei bis 2002 gefertigten Exemplaren der Vorgängergeneration (K11) träten vor allem knackende Antriebswellen negativ in Erscheinung. Beim Licht steige die Mängelquote ab dem siebten Jahr stark an, was womöglich am Wartungsstau liegt.

Nissan Micra seit 1983 im Angebot

Nissan bietet den Micra seit 1983 an. Die zweite Auflage kam 1993 zu den Händlern. Weitere zehn Jahre dauerte es, bis der in seiner Form deutlich runder gewordene Micra Nummer drei in den Verkauf ging. Das aktuelle, seit 2010 verkaufte Modell, erhielt zuletzt vor einem knappen Jahr ein Facelift, das markante Änderungen an Front und Heck brachte. Seitdem hat das Modell auch Rückleuchten mit LED-Technik. Zwischenzeitlich war auch ein Cabrio-Coupé am Markt.

Seit der neuesten Generation fährt der Micra nur noch mit Dreizylindermotoren, die zwischen 59 kW/80 PS und 72 kW/98 PS leisten. Diesel wurden beim Modellwechsel 2010 aus dem Programm genommen. Die Reihenvierzylinder der Vorgängergeneration ab 2003 kommen als Ottomotoren auf 48 kW/65 PS bis 81 kW/110 PS. Die Diesel entwickeln 48 kW/65 PS bis 63 kW/86 PS.

Nissan Micra auch als Cabrio-Coupé

Wer einen möglichst jungen Selbstzünder sucht, kann ab 5600 Euro fündig werden. Diesen Richtpreis nennt der Branchendienst Schwacke für den Micra 1.5 dCi visia vom letzten Jahrgang 2010, der auf 63 kW/86 PS kommt (durchschnittliche Laufleistung: 74.600 Kilometer).

Wenn es ein Cabrio-Coupé sein soll, kommt man für 7950 Euro an einen C+C 1.4 active luxury mit 65 kW/88 PS von 2009 (62.000 Kilometer). Als Benziner 1.2 Season mit 59 kW/80 PS von 2005 kostet der Micra im gepflegten Zustand noch durchschnittlich 3400 Euro (110.000 Kilometer). (dpa/tmn)

Vorheriger ArtikelBMW baut Werk in Mexiko
Nächster ArtikelSubaru startet neuen Rückruf
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

Keine Beiträge vorhanden