Opel Astra K: Als Gebrauchter meist ohne Tadel

Opel Astra K: Als Gebrauchter meist ohne Tadel
Der Opel Astra K ist durch und durch solide © Opel

Die fünfte Generation des Opel Astra (2015 bis 2021) war die letzte unter GM-Regie. Bei der Hauptuntersuchung gibt es kaum Probleme.

Bei seinem Debüt 2015 fiel der Astra K optisch positiv auf. Hatte er doch im Vergleich zum Vorgänger bis zu 200 Kilo abgespeckt und mit 4,73 Metern auch das ausufernde Längenwachstum beendet. Trotz der Schrumpfkur bietet der Kompakte ordentliche Platzverhältnisse – auch im Fond. Das Kofferraumvolumen beträgt 370 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf bis zu 1.210 Liter. Neben dem Fünftürer hatte Opel auch den 4,70 Meter langen Kombi namens Sports Tourer im Angebot. Der punktet mit einem Kofferraumvolumen von 540 Litern, das bis 1.630 Liter wachsen kann.


Ein aufgeräumtes Cockpit und vergleichsweise einfache Bedienfunktionen sprechen ebenfalls für den Astra. 2019 erhielt der Opel ein Facelift. Es ist an leichten Retuschen am Kühlergrill zu erkennen. Der Innenraum wurde aufgewertet und es gab ein neues Infotainmentsystem mit größerem Bildschirm.

Große Auswahl an Dieseln und Benzinern

Im Cockpit löste ein Touchscreen die Knöpchenflut ab. Foto: Opel

Der Astra startete mit einer großen Auswahl an Vierzylinder-Motoren und einem Dreizylinder. Dieser Einliter-Turbo mit 105 PS und manuellem Fünfganggetriebe gehört mit dem 1,4-Liter-Vierzylinder (90 PS) zu den Benziner-Einstiegsvarianten. Außerdem hatte Opel noch den 1.4er mit 125 und 150 PS im Angebot sowie einen 1.6er mit 200 PS. Für diesen stand statt der üblichen Sechsgang-Handschaltung auch eine Sechsgang-Automatik zur Wahl. Die Verbrauchswerte der Otto-Triebwerke liegen zwischen 4,3 und 6,6 Litern.

Dieselseitig offerierte Opel einen 1.6er mit 95, 110,  136 und 160 PS (seit 2018: 150 PS). Die Selbstzünder sind mit Verbrauchswerten zwischen 3,6 und 5,2 Liter recht sparsam. Sparen können Interessenten auch mit der Erdgas-Variante. Angetrieben wird der Astra CNG von einem 110 PS starken 1,4-Liter-Turbo.

Mit dem Facelift wurde die Palette eingedampft

Der Kombi bietet mit bis zu 1,63 Kubikmetern Stauraum viel Platz für Gepäck. Foto: Opel

Mit dem Facelift im Sommer 2019 kam das große Aufräumen. Das Portfolio beschränkte sich nun auf vier Benziner und drei Diesel mit jeweils drei Zylindern. Die Benziner deckten ein Leistungsband von 110 bis 145 PS ab. Ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel stand in zwei Leistungsstufen mit 105 und 122 PS bereit. Beim 1,4-Liter-Benziner mit 145 PS sorgte zudem ein CVT-Getriebe für die Kraftübertragung, beim stärkeren Diesel kam alternativ zum Handschalter eine Neun-Stufen-Automatik zum Einsatz.

Die Ausstattungsunterschiede sind groß und reichen von mager („Selection“ und „Astra“) bis zu komfortorientiert („Ultimate“ und „Elegance“). Daneben gab es immer wieder Sondermodelle, die mit Extras und Preisvorteilen lockten. Außerdem bot Opel für bestimmte Ausstattungsversionen Vorteilspakete wie LED-Matrix-Licht oder Navi. Gebrauchtwageninteressenten sollte daher sehr genau in die Ausstattungsliste ihres Wunschmodells schauen. Vielfahrer achten am besten auf die ergonomischen AGR-Sitze. Beim NCAP-Crashtest erreichte der Astra alle fünf Sterne. Zahlreiche Fahrerassistenten waren serienmäßig oder gegen Aufpreis erhältlich.

Der Astra K zeigt sich bei den bereits zwei absolvierten Hauptuntersuchungen unauffällig. Die Prüfkriterien Fahrwerk, Licht und Bremsen meistert er fast ohne Fehl und Tadel. Gebrauchtwagenkäufer sollten allerdings auf Ölverlust achten. Der Astra kleckert gerne. Ein Blick auf den Stellplatz des Fahrzeugs schadet also nicht. Mindestens 7.500 Euro muss man aber investieren. (SP-X)

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