E-Mofas im Trend: Zurück in die Zweirad-Zukunft

E-Mofas im Trend: Zurück in die Zweirad-Zukunft
Bereits im Namen verweist die Marke Super73 auf die 70er-Jahre. Das Porsche-Modell gibt es leider nicht zu kaufen. © SP-X

Die hohe Zeit des Mofas liegt schon fast ein halbes Jahrhundert zurück. Moderne E-Technik könnte ihm ein Comeback bescheren.

Die Trends der diesjährigen Eurobike waren die Trends der vergangenen Jahre. Pedelecs gab es wieder in Hülle und Fülle, kräftig zugenommen hat die Zahl der Cargo-Bikes. Es ging um Reiselust, nachhaltige Werkstoffe, CO2-Reduzierung und Micromobility. Und dann war da noch die Rückkehr des Mofas, das allerdings nicht mehr von knatternden Zweitaktern, sondern rein elektrisch angetrieben wird. Die meisten dieser mittlerweile variantenreich angeboten Leisetreter schlagen stilistisch eine Brücke in die 70er-Jahre.


Bereits im Namen verweist darauf die Marke Super73. Die Spezialität der Amerikaner sind E-Bikes-Cruiser mit Hinterradmotor und luftiger Rahmenkonstruktion. Was alle Modellreihen eint sind kleine Speichenräder mit voluminösen Reifen, Pedalantriebe und lange Sitzbänke. Speziell die Reihen RX und S2 tragen außerdem Tank-Attrappen. Höherwertige Modelle haben gefederte Fahrwerke. Da es sich im Kern jedoch um elektrisch unterstützte Fahrräder handelt, können die 25 km/h schnellen Stromer ohne Zulassung und Führerschein gefahren werden. Die Preise variieren zwischen 2.600 und 4.600 Euro. Leider nicht zum Kauf angeboten wird das auf der Eurobike gezeigte Super73 Kremer Racing Porsche 934, das sich durch goldfarbene BBS-Felgen mit Slickbereifung, Gulf-Lackierung, Alcantara-Sitzbank, Feuerlöscher und edle Komponenten auszeichnet.

Akku-Pakete im Rahmen sorgen für 80 Kilometer Radius

Die E-Mofas von Brekr verzichten auf Pedalantriebe und werden als elektrische Leichtkrafträder zugelassen. Foto: SP-X

Deutlich moderner wirken die E-Mofas von Brekr. Diese verzichten auf Pedalantriebe und müssen als elektrische Leichtkrafträder zugelassen werden. Auch hier gibt es einen Hinterradmotor, der bis zu 5,4 PS leistet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt wahlweise 25 oder 45 km/h. Der schwarze Kasten im Zentrum des Rahmens bietet Platz für ein oder zwei Akku-Pakete für jeweils 50 bis 80 Kilometer Reichweite. Das mit Akkus fast 80 Kilo schwere Brekr B4000 zeichnet sich durch elegantes Design aus, wie sich etwa an der freischwebenden Sitzbank mit integriertem Rücklicht zeigt. Für Selbstabholer kostet das Brekr 4.750 Euro.

Wiederum stark nach 70er-Jahre-Mofa sieht das Funky der italienischen Firma XP Bikes aus. Auch dieses kombiniert Heckmotor und Pedalantrieb, womit sich das City-Bike mit 20-Zoll-Räderm ebenfalls als Pedelec qualifiziert. Doch statt als Spritbehälter dient das wuchtige Unterrohr zur Aufnahme für den 696-Wh-Akku. Online wird das XP Funky für unter 2.000 Euro angeboten.

Bereits seit einigen Jahren bietet die Firma Ruff Cycles aus Deutschland E-Bikes an, die sich durch klassische Motorrad-Ästhetik auszeichnen. Mit ihrem vierten Modell, Lil’Missy, kokettiert die Lifestyle-Marke hingegen eindeutig mit klassischer Mofa-Aura. Doch anders als die zuvor genannten Heckmotor-Beispiele setzt Ruff Cycles, wie schon bei anderen Modellen, auf einen Mittelmotorantrieb von Bosch. Damit ist auch das Lil’Missy eindeutig ein Pedelec. Unter anderem die längere Sitzbank sowie 20-Zoll-Räder mit 4 Zoll breiten Reifen sorgen für den Mofa-Look. Die Preise starten bei rund 3.000 Euro. (SP-X)

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