Ford setzt auf Geofencing zur Unfallvermeidung

Pilotprojekt in Köln

Ford setzt auf Geofencing zur Unfallvermeidung
Ford testet die Geofencing-Technologie in Köln. © Ford

Ford will mit Geofencing die Unfallzahlen im Verkehr reduzieren. Dazu testet der Autobauer derzeit die Technologie mit zwei vollelektrischen E-Transit in Köln.

In den beiden vernetzten Transportern kommt das sogenannte „Geofencing Speed Limit Control-System3“ von Ford zum Einsatz. Es sorgt dafür, dass der E-Transit beim Einfahren beispielsweise in eine Tempo-30-Zone nicht schneller als erlaubt fährt. Mittels Geofencing erkennt das System, dass in diesem Bereich nicht schneller als 30 km/h gefahren werden kann. Sollte der Fahrer dennoch schneller unterwegs sein, wird das Tempo reduziert.


Ford geht davon aus, dass mit Geofencing das Autofahren deutlich sicherer wird und damit auch die Unfallzahlen reduzierten werden können.

Unfallrisiko minimieren

Der Kölner Autobauer verweist darauf, dass in Europa je nach Land bis zu 29 Prozent der Verkehrstoten Fußgänger und Radfahrer sind. Vor diesem Hintergrund komme Tempo-30-Zonen im innerstädtischen Bereich für diese Verkehrsteilnehmer eine wichtige Bedeutung zur Verringerung des Unfallrisikos zu. Durch das geringere Tempo bleibe Autofahrern mehr Zeit, auf Gefahrensituationen zu reagieren und die Aufprallenergie im Falle eines Unfalls zu reduzieren.

„Die Geofencing-Technologie hat nachweislich das Potenzial, das tägliche Autofahren einfacher und sicherer zu machen – zum Nutzen aller, nicht nur der Person hinter dem Steuer“, sagt Ford-Manager Michael Huynh. „Die Einbeziehung von Geofencing kann sicherstellen, dass die gefahrene Geschwindigkeit genau dort reduziert wird, wo dies notwendig ist, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Überdies lassen sich Emissionen und Lärm verringern“, fügt Huynh hinzu.

Standort muss lokalisiert werden können

Tempo 30 kann den Verkehr sicherer machen. Foto: Ford

Damit das Geofencing-System funktioniert, muss der Standort des Fahrzeuges bestimmt werden können. Das kann entweder über über das Mobilfunksystem oder koordinatenbezogen über GPS erfolgen. Das Geofencing-System wird derzeit schon im Ford Transit Custom mit Plug-in-Hybrid-Antrieb (PHEV) genutzt. Damit soll sichergestellt werden, dass das Fahrzeug automatisch in den emissionsfreien Elektro-Antriebsmodus schaltet, sobald in eine Umweltzone eingefahren wird.

Das nun in Köln gestartet Pilotprojekt läuft bis März kommenden Jahres. Mit ihm soll analysiert werden, welche Auswirkungen Geofencing auf den Verkehrsfluss und die Verringerung des Unfallrisikos hat. Auch andere Hersteller wie BMW nutzen schon Geofencing. Die Münchner bieten Fahrern eine PHEVs Incentives, wenn sie in Umweltzonen elektrisch unterwegs sind.

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