Weniger Boni für Daimler-Chef Zetsche

Trotz Rekordjahr

Weniger Boni für Daimler-Chef Zetsche
Daimler-Chef Dieter Zetsche startet ein Sparprogramm © dpa

Dieter Zetsche muss sich beim Gehalt mit dem Niveau des Vorjahres begnügen. Eine Reform der Vorstandsvergütung verhinderte die Gehaltsaufstockung beim Daimler-Chef.

Eine Reform der Vorstandsvergütung sorgt für einen Dämpfer in der persönlichen Jahresbilanz von Daimler -Boss Dieter Zetsche. Obwohl der Stuttgarter Autokonzern 2011 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte schrieb, bleiben Zetsches Bezüge mit 8,813 Millionen Euro auf dem Niveau von 2010 (8,804 Millionen Euro). Das geht aus dem am Mittwoch präsentierten Geschäftsbericht hervor.

Kein Rekordbonus für den Daimler-Chef

Hintergrund ist ein geändertes System für die Berechnung der Vorstandsvergütung, das dieses Jahr erstmals greift. Es koppelt Grundgehalt, Boni und Aktienpakete stärker als bisher an langfristige Faktoren. Dadurch gibt es trotz des operativen Rekordgewinns bei Daimler keinen Rekordbonus für Zetsche.

Er verliert nach heutigem Stand rund 750.000 Euro beim Bonus (2010: 4,819 Mio Euro) und bekommt anders als in den Vorjahren zunächst nur die Hälfte ausgezahlt. Der Rest fließt erst in einem Jahr auf sein Konto und könnte kleiner ausfallen, wenn Daimlers Aktie im Vergleich zur Konkurrenz schlechter abschneidet.

Vorstandsvergütung steigt durch neues Mitglied

Gleichzeitig stieg aber Zetsches fixe Grundvergütung deutlich auf gut 2 Millionen Euro. Er bekam sie schon laufend in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Der fehlende Betrag zu den fast neun Millionen Euro stammt aus Aktienoptionen. Trotz des Dämpfers verdient der Unternehmenslenker immer noch atemberaubend gut: Rechnerisch benötigt er nicht einmal zwei Tage, um auf den im Daimler-Land Baden-Württemberg geltenden durchschnittlichen Brutto-Jahresverdienst von 45.150 Euro zu kommen.

Insgesamt wuchs Daimlers Vorstandsvergütung aber von 25,8 Millionen aus dem Jahr 2010 auf nun 29 Millionen Euro. Der Sprung ist vor allem dem zusätzlichen Vorstand Christine Hohmann-Dennhardt geschuldet. Sie leitet seit Februar 2011 das Ressort Integrität und Recht.

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