Lamborghini Urus SE: Ein bisschen Strom muss sein

Lamborghini Urus SE: Ein bisschen Strom muss sein
Den Lamborghini Urus gibt es nun als Plug-in-Hybrid. © Lamborghini

Der Lamborghini Urus SE wird zum Plug-in-Modell. Die Gesamtleistung steigt auf 800 PS, rei elektrisch sollen 60 Kilometer drin sein.

Auf den ersten vollelektrischen Lamborghini müssen Sportwagenfreunde in aller Welt noch ein paar Jahre warten. Frühestens 2028 beginnt für die Marke aus Sant‘ Agata Bolognese mit dem „Lanzador“ die volle E-Ära. Um die CO2-Emissionen bis dahin zu reduzieren, will Audis sportliche Tochter bis Ende des Jahres möglichst alle Verbrenner-Modelle zumindest elektrifizieren. Den Anfang machte im vergangenen Jahr der Revuelto, der einen Plug-In-Hybrid-Antrieb erhielt. Zur Automesse in Peking bekommt nun auch der Urus SE einen Stecker und soll fortan die reinen Verbrenner Urus S und Urus Perfomante ersetzen.

Lamborghini paart dabei den überarbeiteten 620 PS starken V8-Biturbo mit einem E-Antrieb, der 141 kW (192 PS) hat. Das Gesamtpaket kommt auf 800 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 950 Newtonmetern. Für die rein elektrische Reichweite von rund 60 Kilometern sorgt eine 25,9 kWh Batterie, die hinten im Ladeboden über dem elektronisch gesteuerten Hinterachsdifferential platziert ist. Der E-Motor sitzt im Gehäuse der Achtgang-Automatik. Lamborghini spricht von einer CO2-Reduktion von bis zu 80 Prozent gegenüber dem Urus S. Der Onboard-Charger ist auf 7,4 kW Leistung ausgelegt.

Kraftverteilung deutlich verbessert

Am Heck des Urus wurde die Kofferraumklappe neu gestaltet. Foto: Lamborghini

Der Urus SE verfügt zudem über ein neues elektrisches Torque-Vectoring-Längsgetriebe mit elektrohydraulischer Lamellenkupplung, das noch einmal deutlich Kraftverteilung, Agilität und Traktion verbessern soll. Der der jetzt rund 2.300 Kilo schwere Luxus-SUV sprintet in 3,4 Sekunden auf Tempo 100 km/h, der Top-Speed liegt mit 312 km/h noch einmal sieben km/h über dem Urus S.

Optisch wird der Urus SE leichte Korrekturen an der Motorhaube sowie neue Lichtsignatur der Matrix-LED-Scheinwerfer erhalten, am Heck wurde die Kofferraumklappe neugestaltet. Ein neuer Heckspoiler samt Diffusor sollen den Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten noch einmal um 35 Prozent im Vergleich zum Urus S erhöhen. Im Interieur ist unter anderem ein größeres Display mit jetzt 12,3 Zoll zu sehen. Zum Preis äußert sich Lamborghini noch nicht. Unter 260.000 Euro dürfte der Urus SE aber kaum aus einem Showroom fahren. (SP-X)

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