Unfallgefahr reist mit

Urlaub im Ausland

Unfallgefahr reist mit
Kfz-Versicherungen ändern ihre Risikobewertungen © Allianz

Bei einem Unfall im Ausland sind die Abläufe ähnlich wie in Deutschland. Fremdsprachige Schriftstücke sollten allerdings nicht unterschrieben werden.

Sieben von zehn Deutschen fahren mit dem Auto in den Urlaub. Nicht wenige davon auch über die Grenzen der Heimat hinaus nach Österreich, Italien oder Frankreich. Dabei reist die Unfallgefahr natürlich mit. Wer im Ausland in einen Crash verwickelt wird, sollte einige Dinge beachten.

Immer erst Unfallstelle absichern

Grundsätzlich sollte man sich nach einem Verkehrsunfall im Urlaubsland natürlich zunächst ähnlich verhalten, wie zuhause. Also Unfallstelle absichern und Verletzte versorgen. Danach müssen Kennzeichen, Name und Anschrift von Fahrer und Halter der beteiligten Fahrzeuge sowie deren Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer notiert werden.

Dann jedoch wird´s speziell: Denn diese Daten lassen sich auf dem Europäischen Unfallbericht eintragen, der neben einer Grünen Versicherungskarte mit dem Geltungsbereich des Urlaubslandes in jedem Fahrzeug vorhanden sein sollte. Der Europäische Unfallbericht ist in vielen Ländern ein anerkanntes Formular zur Aufnahme von Verkehrsunfällen und wird von Behörden und Versicherungen als Beweismittel anerkannt. Er ist online in mehreren Sprachen als Download erhältlich.

Arzt unverzüglich aufsuchen

Angaben zur Haftpflichtversicherung des Unfallgegners finden sich in einigen Ländern wie beispielsweise Italien oder Frankreich, auf einer Plakette an der Windschutzscheibe. Gibt es Unfallzeugen, sollten Autofahrer deren Namen und Anschrift ebenfalls notieren. Außerdem muss die Unfallsituation fotografiert werden. Die Polizei ist auf jeden Fall zu verständigen, wenn es jemand verletzt worden ist, ebenso bei hohem Sachschaden, bei Streitfragen zwischen den Beteiligten oder wenn eine Unfallflucht vorliegt.

Darüber hinaus rät der ADAC, keine unverständlichen oder fremdsprachigen Schriftstücke zu unterschrieben und auch bei vermeintlich kleineren Verletzungen noch im Unfall-Land einen Arzt aufzusuchen. Denn für die Durchsetzung möglicher Schmerzensgeldansprüche kann ein Attest hilfreich sein. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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