ZXMoto startet mit hohen Ambitionen auf dem europäischen Motorradmarkt. Untermauert werden die Ansprücke des chinesischen Herstellers mit einem breiten Modellangebot.
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche neue Motorradmarken aus China den Sprung nach Europa gewagt. Manche verschwanden leise wieder, andere arbeiten sich langsam ins Gedächtnis der Szene vor. Gute Chancen auf einen nachhaltigen Eindruck dürfte ZXMoto haben. Die Marke kündigte Anfang November auf der EICMA in Mailand ihren Europaeintritt an und präsentierte dort eine überraschend breite Modellpalette.
Im Mittelpunkt steht die Dreizylinder-Supersportlerin 820RR mit 135 PS, flankiert von den nochmals geschärften Versionen 820RR-R (145 PS) und 820RR-RS (150 PS). Optisch orientiert sich die Baureihe an etablierten japanischen und europäischen Wettbewerbern, Ergonomie, Geometrie und Komponentenwahl lassen ein stimmiges Gesamtpaket erwarten. Der gleiche Triple arbeitet in dem kantigen Streetfighter 820R mit 130 PS sowie im Adventure-Modell 820 ADV, das auf drehmomentstarke 117 PS ausgelegt ist. Speichenräder, markanter Vorbau und ein üppiges Koffersystem zielen klar auf Fernreisende.
Sportliche 500 RR mit 84 PS
Darunter positioniert ZXMoto einen 470-ccm-Reihenvierzylinder, der das leichte Naked Bike 500F (73 PS) sowie die sportliche 500RR (84 PS) antreibt. Bei Letzterer sorgen kompakte Proportionen und Details wie eine Einarmschwinge für eigenständige Akzente.
Als weiteren Baustein bringt die Marke mit der 600V einen flachen Cruiser mit 578-ccm-V2. Ergänzt wird das Programm durch die Einzylinder-Enduros ZX300 und ZW350 sowie die Crosser MX250 und MX450. Letztere dient zudem als Basis für eine Rallye-Variante im Dakar-Stil mit 59 PS.
Ob ZXMoto zum Europastart bereits kommendes Jahr auch Deutschland bedient, bleibt offen. Viele asiatische Newcomer konzentrieren sich zunächst auf Italien und Spanien und nehmen nördliche Märkte erst später ins Visier. (SP-X)
