Continental mit glänzendem Auftaktquartal

Boomender Autoabsatz

Continental mit glänzendem Auftaktquartal
Continental investiert weiter massiv in China. © dpa

Der Autozulieferer Continental hat einen hervorragenden Start ins neue Jahr hingelegt. Das Hannoveraner Unternehmen steigerte den Umsatz im ersten Quartal dank der boomenden Autokonjunktur um 20 Prozent.

Die glänzende Autokonjunktur hat dem Zulieferer und Reifenhersteller Continental einen gelungenen Jahresstart beschert. Der Umsatz nahm im Auftaktquartal im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel auf gut 7,3 Milliarden Euro zu. Das teilte Conti zu Beginn der Hauptversammlung am Donnerstag in Hannover mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um rund 140 Millionen auf knapp 634 Millionen Euro zu. Den vollständigen Quartalsbericht will Conti am 5. Mai vorlegen.

Conti will Erlöse um zehn Prozent steigern

«Der Start ins Jahr 2011 ist uns trotz der Naturkatastrophe in Japan und ihrer Folgewirkungen wie erwartet gelungen», sagte Conti-Chef Elmar Degenhart. Die Ziele für das Gesamtjahr seien sicher zu erreichen. Für das laufende Jahr hat Conti sich vorgenommen, die Erlöse nach dem Rekordumsatz im vergangenen Jahr um weitere zehn Prozent auf mehr als 28,5 Milliarden Euro zu steigern. «Wir sind unterwegs zu neuen Bestmarken», sagte der Conti-Chef. Allerdings gebe es auch Unsicherheiten.

Die Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan seien bisher noch nicht vollständig zu beziffern, sagte Degenhart. Zeitweise seien Teile aus japanischer Produktion schwer zu bekommen gewesen. Betroffen war Conti auch durch Produktionsrückgänge seiner japanischen Kunden. Grundsätzlich hätten sich die Umsatzverluste in Japan aber «in einem überschaubaren Rahmen» gehalten, sagte Degenhart. Sie könnten durch die positive Entwicklung in anderen Märkten mehr als kompensiert werden.

Hohe Rohstoffkosten

Eine weitere große Herausforderung seien zudem die hohen Rohstoffkosten. Sie belasteten vor allem das Produktionsergebnis etwa bei Reifen, Schläuchen und Antriebsriemen. Conti geht bis Jahresende von einer Belastung von mehr als 700 Millionen Euro allein in der Reifensparte aus.

Nach dem teilweisen Rückzug des fränkischen Zulieferers Schaeffler, der Conti 2008 übernommen hatte, sieht Conti jetzt auch die Chance, in die Börsenbundesliga DAX zurückzukehren. Schaeffler hatte zur Reduzierung seines Schuldenberges den von ihm kontrollierten Anteil auf 60,3 Prozent verringert. Der Anteil der frei handelbaren Aktien von jetzt knapp 40 Prozent eröffne auch die Option einer Rückkehr in die Top-30-Liga, sagte Degenhart. Conti war 2008 nach der Übernahme aus dem DAX abgestiegen. Nach massiven Einbrüchen in der Wirtschaftskrise schreibt Conti seit 2010 wieder schwarze Zahlen. Unterm Strich verdiente Conti im vergangenen Jahr 576 Millionen Euro. (dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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