Die Gasannahme der Zontes ZT703-F wurde immer wieder als unharmonisch kritisiert. Mit Ride-by-Wire, erweitertem Elektronikpaket und zusätzlicher Komfortausstattung reagiert der Hersteller auf zentrale Kritikpunkte.
Zontes hat seine Mittelklasse-Reiseenduro ZT703-F technisch spürbar aufgewertet. Im Mittelpunkt der Modellpflege steht der neue Ride-by-Wire-Gasgriff, der die mechanische Verbindung zwischen Gasgriff und Drosselklappen ersetzt. Dadurch kann die Motorsteuerung die Gasbefehle präziser verarbeiten, was vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten, im Stadtverkehr und beim Anfahren für ein harmonischeres Ansprechverhalten sorgen dürfte. Zugleich schafft die elektronische Gassteuerung die Voraussetzung für weitere Assistenzfunktionen.
Neu an Bord ist deshalb auch ein Tempomat, der besonders auf längeren Autobahn- oder Landstraßenetappen für Entlastung sorgen kann. Gerade bei einer Reiseenduro, die nicht nur für den Alltag, sondern auch für Touren gedacht ist, wertet diese Funktion den Langstreckenkomfort deutlich auf.
Jetzt auch mit Quickshifter
Ebenfalls neu ist ein Quickshifter, der Gangwechsel ohne Kupplungsbetätigung sowohl beim Hoch- als auch beim Herunterschalten ermöglicht. Ergänzt wird das Elektronikpaket durch eine Sechsachsen-IMU. Sie liefert der Bordelektronik Daten zu Schräglage, Beschleunigung und Verzögerung und bildet damit die Grundlage für Kurven-ABS und eine schräglagenabhängig arbeitende Traktionskontrolle. Das soll die ZT703-F vor allem in wechselnden Fahrsituationen sicherer und berechenbarer machen.
Auch beim Komfort legt Zontes nach. Eine dreistufige Sitzheizung lässt sich über das Cockpit steuern und dürfte vor allem bei kühleren Temperaturen oder auf längeren Touren ein willkommenes Extra sein. Damit rückt die ZT703-F stärker in Richtung voll ausgestatteter Reiseenduro und unterstreicht den Anspruch, viel Technik zu einem vergleichsweise moderaten Preis anzubieten.
Dreizylinder mit 95 PS
Unverändert bleibt der 699 Kubikzentimeter große Dreizylinder, der 70 kW/95 PS und 75 Newtonmeter Drehmoment leistet. Damit positioniert sich die ZT703-F weiterhin im oberen Bereich der Mittelklasse und bietet genügend Reserven für Reisebetrieb, Soziusfahrten und zügige Etappen. Alternativ bietet Zontes weiterhin eine auf 35 kW gedrosselte A2-Version an, wodurch das Modell auch für Fahrerinnen und Fahrer mit entsprechendem Führerschein interessant bleibt.
Die ZT703-F wird unverändert in zwei Varianten angeboten. Die geländeorientierte Ausführung besitzt ein 21-Zoll-Vorderrad und eine Sitzhöhe von 85 Zentimetern. Sie richtet sich eher an Fahrerinnen und Fahrer, die häufiger auf unbefestigten Wegen unterwegs sind oder Wert auf mehr Offroad-Optik legen. Die straßenorientierte Version rollt dagegen auf einem 19-Zoll-Vorderrad und bietet mit 81 Zentimetern eine niedrigere Sitzhöhe. Beide Modelle sind in Schwarz-Silber erhältlich, die straßenorientierte Variante zusätzlich in einer silbernen Lackierung. Die Preise dürften wie bisher bei rund 9.000 Euro liegen. (AG/SP-X)



