Zero bietet CCS-Laden für Elektromotorräder

Alltagstauglichkeit steigt

Zero bietet CCS-Laden für Elektromotorräder
Zero bietet Schnellladen für seine Elektromotorräder. © Zero Motorcycles

Zero Motorcycles führt nächstes Jahr CCS-Schnellladetechnik ein. Damit sollen neue und ältere Modelle nicht nur kürzere Ladezeiten, sondern auch Zugang zu deutlich mehr Schnellladesäulen erhalten.

Bei Elektroautos ist CCS längst etabliert, bei Elektromotorrädern ist der Gleichstrom-Schnelllader dagegen noch längst kein Standard. Das will Zero Motorcycles nun ändern. Der US-Hersteller, der seinen europäischen Sitz inzwischen in den Niederlanden hat, kündigt für 2027 die Einführung von DC-Schnellladetechnik an.

Grundsätzlich sollen die Modellreihen S, SR, SR/S, SR/F, DS, DSR und DSR/X für die Nutzung des CCS-Standards vorbereitet werden. Die Motorräder verfügen je nach Modell über Batterien mit einer Kapazität von bis zu 17,3 kWh. Über eine entsprechende Schnellladesäule soll sich der Akku künftig in weniger als 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden lassen.

Kürzere Wartezeit, mehr Auswahl

Damit verkürzt Zero nicht nur die Wartezeit während längerer Touren. Vor allem erweitert sich die Zahl der nutzbaren Ladepunkte deutlich. CCS ist in Europa der weit verbreitete Standard für das Gleichstromladen von Elektrofahrzeugen. Für Motorradfahrer, die bislang auf spezielle Ladeangebote oder deutlich langsamere AC-Ladepunkte angewiesen sind, kann das die Planung längerer Strecken vereinfachen.

Auch Fahrer älterer Zero-Modelle sollen von der neuen Technik profitieren können. Für Motorräder ab dem Modelljahr 2022 plant der Hersteller eine Nachrüstlösung. Damit soll die CCS-Kompatibilität auch bei bereits zugelassenen Maschinen ermöglicht werden. Wie genau die technische Nachrüstung erfolgt und welche Modelle dafür im Einzelnen infrage kommen, will Zero noch bekannt geben. Auch einen Preis für das Upgrade nennt der Hersteller bislang nicht.

Gesteigerte Alltagstauglichkeit

Die angekündigte Ladeleistung dürfte dabei nicht allein unter dem Gesichtspunkt der maximalen Geschwindigkeit interessant sein. Entscheidend ist für Elektromotorräder vielmehr die Kombination aus Ladezeit und verfügbarer Infrastruktur. Gerade bei längeren Fahrten können zusätzliche Schnelllademöglichkeiten die Zahl der notwendigen Pausen reduzieren.

Zero setzt damit zugleich einen weiteren Schritt bei der Alltagstauglichkeit seiner Elektromotorräder. Während die Reichweite weiterhin von Batteriekapazität, Fahrweise und Bedingungen abhängt, kann ein dichteres Netz kompatibler Schnellladesäulen die Nutzung auf längeren Strecken erleichtern. Mit der Umstellung auf CCS nähert sich Zero damit stärker der Ladeinfrastruktur an, die bei Elektroautos bereits zum Alltag gehört. (SP-X)

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