Die IFA Berlin wird zunehmend für Autobauer interessant: Xiaomi und Xpeng nutzen die Berliner Technikmesse, um ihre Elektroautos, KI-Technik und Zukunftsvisionen für Europa zu präsentieren.
Intelligente Haushaltsgeräte, Gaming und Entertainment: Auf der Berliner Technik-Messe IFA kann man viele innovative Produkte bewundern. Autos gehörten nicht dazu – bislang. Zur IFA 2026 (4. bis 8. September) erobern zwei aufstrebende Hersteller aus China die Ausstellungshallen.
So tritt der Techgigant Xiaomi erstmals bei der Tech-Messe in der Hauptstadt auf. Neben smarten Kühlschränken und Staubsaugern präsentiert Xiaomi seine Elektroautos und bereitet so seinen Markteintritt in Europa vor. Ab 2027 sollen die Fahrzeuge in Deutschland und anderen europäischen Ländern verkauft werden. Darunter ist etwa der pfeilschnelle und hochvernetzte SU7, von dem Xiaomi seit dem Marktstart 2024 bereits über eine halbe Million Exemplare verkauft hat.
Fliegendes Auto von Xpeng
Große Pläne hat auch Xpeng. Mit dem L03 präsentiert der Hersteller aus Guangzhou auf der IFA sein neues Kompaktmodell, das im Oktober zu den deutschen Händlern kommt und mit einem Basispreis von 35.600 Euro breite Käuferschichten erschließen soll. Doch Xpeng will weit mehr als nur Autos bauen.
So hat der L03 KI-Chips an Bord, die autonomes Fahren und perspektivisch sogar Fliegen ermöglichen sollen. Auch humanoide Roboter hat Xpeng bereits mit diesen Chips entwickelt und ausgerüstet. Iron heißt der intelligente Roboter, den das Unternehmen etwa bei der Produktion seiner Fahrzeuge einsetzen möchte. Perspektivisch soll Iron aber auch von Kunden gekauft und zuhause eingesetzt werden können – „für alle unangenehmen und unerwünschten Aufgaben“, die so im Haushalt anfielen, hieß es beim IFA-Stand.
Wie sich Xpeng fliegende Autos vorstellt, zeigt dort der ebenfalls ausgestellte Land Aircraft Carrier – das nach Unternehmensangaben weltweit erste modular fliegende Auto. Basisfahrzeug ist das sogenannte Mothership. Der tonnenschwere, fünf Meter lange Elektro-Van mit 800-Volt-Ladetechnologie erinnert ein wenig an Teslas Cybertruck. Der Clou: Im Heckabteil kann der Carrier ein drohnenartiges Fluggerät transportieren und schnellaufladen. Mit dem rotor-getriebenen „Electric Flying Car“ sollen auch in Deutschland Xpeng-Kunden irgendwann in die Lüfte gehen und deutlich schneller reisen können als auf der Straße: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 360 km/h. (SP-X)


