Xpeng erweitert sein Modellangebot. Nach dem G6, G9 bringen die Chinesen nun den P7+ nach Europa. Die Limousine wurde am Freitag auf der Brüssel Motorshow präsentiert.
Xpeng will mehr sein als ein klassischer Autobauer, man sieht sich als Technologiekonzern, wie Produktchef Jacky Gu betont. Darauf legen die Chinesen Wert – und betonen das immer wieder, auch auf der Brüssel Motorshow.
In der belgischen Hauptstadt hat Xpeng am Freitag die Limousine P7+ präsentiert. Es ist nach dem G6 und G9 das dritte Modell des Herstellers. Dabei handelt es sich im eine KI-basierte fünfsitzige Fastback Limousine mit einer Länge von 5,07 Meter. Auf den Markt kommen wird das bei Magna im österreichischen Steyr gebaute Modell im April. Sein Preis liegt bei 46.600 Euro für die Version „Standard Range“. Sie bietet mit der 61,7 kWh starken Batterie eine Reichweite von 455 Kilometer und eine Leistung von 245 PS.
Die Variante mit der großen, 74,5 kWh großen Batterie hat eine Reichweite von bis zu 530 Kilometer und Leistung von 313 PS. Der Preis startet hier bei 49.600 Euro. Daneben gibt es auch noch einen Allradantrieb mit gleicher Leistung. Laut Datenblatt ist das neue Modell zudem sehr effizient unterwegs. Der Verbrauch reicht von 15,2 kWh/100 km (Heckantrieb) bis zu 17.4 bei der Allradvariante.
Ladeleistung von 446 kW
„Wir wollen die KI-basierte Mobilität der Zukunft bestimmen“, so Produktchef Gu. Bei der Entwicklung hätte der Einsatz von KI gerade auch beim Design eine wichtige Rolle gespielt und diese beschleunigt. Beim neuen P7+ komme die KI beispielsweise bei den Fahrassistenzsystem zum Einsatz, beispielsweise für das autonome Fahren, das Interface oder auch das Infotainmentsysrem, so Gu. Wie alle Modelle von Xpeng basiert auch der neue P7+ auf der 800 Volt-Architektur und ermöglicht damit ein besonders schnelles Laden mit einer Leistung von bis zu 446 kW an einer entsprechenden Schnellladestation. Wer eine solche Säule findet, kann die Batterie in gerade einmal zwölf Minuten von 10 auf 80 Prozent laden.
Doch Säulen mit einer solche Ladeleistung findet man in Deutschland bisher kaum, deshalb plant Xpeng noch in diesem Jahr den Aufbau eines eigenen Ladenetzes. In China betreibt man bereits mehr als 3000 Stationen, wieviele es in Europa werden sollen, das sei noch in der Planung. Gleiches trifft auch auf der Ladeleistung zu. Klar ist indes, dass diese deutlich über der maximalen Ladeleistung von 446 kW liegen werde.
Leistungsstarker Chip verbaut
Wie sehr Xpeng technologiegetrieben ist, zeigt auch der Umstand, dass im P7+ auf der neuesten intelligenten Computing-Plattform auch ein vom Unternehmen selbst entwickelter Turing AI Chip zum Einsatz kommt, der eine KI-Rechenleistung von bis zu 750 Teraoperationen pro Sekunde aufweist. Europa gilt für den Hersteller als strategisch wichtiger Kernmarkt – und hier will man perspektivisch 50 Prozent seiner Absatz außerhalb Chinas erzielen.
In Europa ist derzeit Norwegen der wichtigste Markt mit annähernd 5000 im Vorjahr abgesetzten Fahrzeugen. In Deutschland wurden 2991 Fahrzeug neu zugelassen, ein Plus von 661 Prozent. Weltweit setzte Xpeng im Vorjahr 429.445 Fahrzeuge aus, doppelt soviele wie noch 2024. Mit dem P7 soll dieses Wachstum befördert werden. Zudem soll es noch in diesem Jahr weiter Modellneuheiten geben. Was für Modelle das sein werden, darüber schweigt sich der Technologiekonzern noch aus.


