Volkswagen steigt zum größten Autobauer auf

Trotz Dieselskandals

Volkswagen steigt zum größten Autobauer auf
VW verliert in Deutschland weiter Marktanteile © dpa

Volkswagen hat trotz des Dieselskandals im vergangenen Jahr den Aufstieg zum weltgrößten Autobauer geschafft. Der Mehrmarkenkonzern profitierte dabei vom Erholungskurs der Kernmarke in den letzten beiden Monaten des Jahres.

Trotz des weiter schwelenden Dieselskandals hat Volkswagen im vergangenen Jahr wohl mehr Autos als der Branchenrivale Toyota verkauft. Mit weltweit 10,3 Millionen abgesetzten Fahrzeugen und damit 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr konnten die Wolfsburger den japanischen Autobauer übertrumpfen. Dieser kam nach eigener Prognose 2016 auf 10,09 Millionen ausgelieferte Autos. Damit würde VW zum weltgrößten Automobilhersteller aufsteigen.

"Das stärkt dem Konzern und seinen Marken den Rücken auf dem Weg in die Zukunft", sagte Konzernchef Matthias Müller laut Pressemitteilung bei Vorlage der Zahlen am Dienstag.

VW profitiert vom boomenden China-Geschäft

Vor allem die Kernmarke VW kann sich zunehmend erholen: Nachdem VW bereits im November gut zulegen konnte, legte der Autobauer im vergangenen Monat noch eine Schippe drauf. Im Dezember wurden mit 567.900 Autos 16,4 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Jahr zuvor.

Besonders stark profitiert Volkswagen konzernweit dabei weiter vom boomenden China-Geschäft. Im vergangenen Monat schlug der VW-Konzern dort 390.600 Fahrzeuge los - ein Zuwachs von 18,6 Prozent. Mau sieht es indes auf dem Heimatmarkt aus: Hier musste VW im Dezember ein Minus von 2,6 Prozent hinnehmen. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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