VW Nutzfahrzeuge zurück in der Gewinnzone

VW Nutzfahrzeuge zurück in der Gewinnzone
Produktion des VW T7 im Werk Hannover. © dpa

Die Nutzfahrzeugsparte von VW (VWN) ist früher als erwartet in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dieses Ziel sollte ursprünglich erst in diesem Geschäftsjahr erreicht werden.

Wie VWN am Montag mitteilte, gelang die Rückkehr in die Gewinnzone mit einem operativen Ergebnis von 73 Millionen Euro. Noch im Vorjahr hatte das Minus bei 454 Millionen Euro gelegen. Mit diesem Gewinn verbesserte die Nutzfahrzeugsparte sein Ergebnis um 527 Millionen Euro.


„Es gab im Jahr 2021 einige logische Konsequenzen aus der Marktsituation, die unser Ergebnis positiv beeinflusst haben. Dazu zählen geringere Verkaufshilfen und ein erneut sehr starkes Gebrauchtwagengeschäft“, sagte Finanzvorstand Michael Obrowski. Zur Rückkehr in die Gewinnzone hätten zudem „die hohe Ausgabendisziplin sowie die Kostenarbeit in unserer Marke“ beigetragen.

Weniger Entwicklungskosten

Beeinflusst wurde das Ergebnis zudem durch reduzierte Entwicklungskosten: Während sie in 2020 noch bei 1,01 Milliarden Euro gelegen hatten, waren es im Vorjahr nur noch 602 Millionen Euro. Diese Kostenreduktion sei beispielsweise durch die Übernahme der Konzern-Plattformlösungen wie MQB und MEB für die Nutzfahrzeug-Modelle möglich gewesen. So basiert beispielsweise auch der neue VW ID.Buzz auf dem MEB.

VWN konnte im vergangenen Jahr unter den schwierigen Marktbedingungen der Corona-Panademie und der Halbleiter-Knappheit 359.500 Fahrzeuge an Kunden ausliefern (2020 waren es 371.000). Vorstandschef Carsten Intra zeigte sich angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen zufrieden mit dem Absatz; auch deshalb, weil die Zahl an Auftragseingängen rund 100.000 Fahrzeuge über den Auslieferungen lagen. „Die starke Nachfrage nach unseren Produkten zeigt die Stärke der Marke und das große Interesse der Kundinnen und Kunden an unseren Produkten“, so Intra. Wie diese starke Nachfrage indes aufgrund des Ukraine-Krieges und damit fehlender Teile wie Kabelbäumen befriedigt werden kann, bleibt derzeit noch ungewiss.

Impulse für den Absatz sollen in diesem Jahr indes der VW ID.Buzz und auch der ID.Buzz Cargo bringen, wie Intra in einem Interview mit der Autogazette sagte. Die beiden E-Modelle sollen dazu beitragen, die Auslastung des Stammwerks in Hannover abzusichern. Daneben wird es im Sommer mit dem neuen Ama eine weitere Modellneuheit geben, die in Kooperation mit Ford entstanden ist.

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