Deutsche Hersteller in den USA erfolgreich

Porsche schwächelt

Deutsche Hersteller in den USA erfolgreich
Der BMW X3 steht bei Frauen hoch im Kurs. © AG/Mertens

Die deutschen Autohersteller konnten bis auf Porsche einen guten Oktober verzeichnen. Von den Verkaufserfolgen der einheimischen Autobauer sind VW und Co. Aber noch weit entfernt.

Volkswagen hat sich bei den Verkäufen in den USA im Oktober an die Spitze der deutschen Hersteller gesetzt. Die Wolfsburger verkauften 28.000 Fahrzeuge und erzielten damit ein Plus von 40 Prozent. Besonders der zum Einstiegspreis von 20.000 Dollar (14.700 Euro) angebotene Passat wurde allein 5000 Mal abgesetzt, der Jetta wechselte 11.300 Mal den Eigentümer. Insgesamt hat VW schon in den ersten zehn Monaten das Ergebnis des Vorjahres übertroffen.

Audi verzeichnet Verkaufsrekord

Auch Audi konnte einen weiteren Verkaufsrekord erzielen. Der Absatz stieg um knapp 26 Prozent auf 10.200 Wagen. "Alle Zeichen deuten darauf hin, dass 2011 eines der besten Jahre für Audi auf dem US-Markt wird", sagte Nordamerika-Chef Johan de Nysschen. Verkaufsschlager war die Mittelklasse-Limousine A4. Die höchste Zuwachsrate erzielte indes das Oberklassemodell A8, dessen Verkäufe sich auf 382 Exemplare verzehnfachten.

Knapp hinter VW platzierte sich BMW mit 27.288 Wagen und einem Absatzplus von 17,5 Prozent. "Die Autoverkäufe sind wahrscheinlich der beste Indikator, in welche Richtung die wirtschaftliche Entwicklung geht", sagte US-Chef Ludwig Willisch. "Und das entscheidende vierte Quartal hat gut angefangen." Er erwarte einen starken Endspurt zum Jahresende.

12 Prozent Zuwachs bei Daimler

Zwischen Januar und Oktober hat BMW in den USA 246.602 Fahrzeuge abgesetzt, fast 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders gut verkaufen sich die BMW Geländewagen X3 und X5. Aber auch die Modelle der britischen Tochter Mini kommen bei den Amerikanern gut an.

Daimler konnte die Autoverkäufe um mehr als ein Viertel auf 24.449 Personenwagen und Transporter der Marken Mercedes-Benz und Smart steigern. Nach zehn Monaten im laufenden Jahr beträgt der Zuwachs 12 Prozent auf 206.632 Fahrzeuge. Besonders gut verkauften sich im Oktober die C-Klasse sowie der Geländewegen M-Klasse. Bei deutlich geringeren Stückzahlen legten auch der Sportwagen SLK sowie die neue Generation des viertürigen Coupes CLS deutlich zu.

Chrysler begehrt

Dagegen musste Porsche einen Absatzrückgang hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde ein Minus von 14 Prozent auf 2270 Wagen verzeichnet. Alle Baureihen wurden weniger nachgefragt. Besonders stark fiel das Minus beim auslaufenden 911er aus. Die neue Generation des Sportwagenklassikers wurde im September in Frankfurt vorgestellt und soll im nächsten Jahr in den US-Handel kommen. Von Januar bis Oktober hat Porsche 24.934 Fahrzeuge in den USA verkauft, 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Während die deutschen Hersteller sich über Stückzahlen im fünfstelligen Bereich freuen, sieht es bei den einheimischen Autobauern anders aus. General Motors verkaufte im Oktober 186.900 Fahrzeuge, ein Plus von zwei Prozent. Ford kam auf 167.800 Verkäufe, ein Zuwachs von sechs Prozent. Jubeln konnte von den "Big Three" nur Chrysler mit 114.500 abgesetzten Wagen, was einen Sprung von satten 27 Prozent bedeutete. (AG/dpa)

Vorheriger ArtikelStart-Stopp-System für Skoda Yeti
Nächster ArtikelNeue Zeiten mit dem Peugeot 208
Thomas Flehmer
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

Keine Beiträge vorhanden