VW Caddy kommt als Erdgasvariante

VW Caddy kommt als Erdgasvariante
Den VW Caddy gibt es nun auch mit Erdgasantrieb. © VW

In den Zulassungszahlen spielt Erdgas in Deutschland keine Rolle. Davon lässt sich VW aber nicht beirren und erweitert das Motorenangebot des Caddy um eine CNG-Variante.

Sie ist für den Hochdachkombi mit langem Radstand erhältlich und kann mit den gewerblichen Modellen (Cargo, Kombi) ab 27.430 Euro netto sowie den Pkw-Versionen (Life, Style) ab rund 35.100 Euro kombiniert werden.

Der CNG-Caddy hat eine mit dem 1.5 Liter Turbobenziner eine Leistung von 130 PS und verfügt über 5 unterflurig angebrachte Erdgastanks mit einer Kapazität von insgesamt 21,1 Kilogramm. Den Verbrauch gibt VW mit durchschnittlich 4,3 Kilogramm an. Zudem ist ein 8 Liter fassender Benzintank an Bord. Damit lassen sich im reinen CNG-Betrieb Reichweiten von mehr als 400 Kilometer erzielen, mit der Benzinreserve sind weitere 120 Kilometer möglich. Damit muss man sich also auch keine Gedanken darüber machen, sein Ziel nicht zu erreichen, sollte keine Erdgastankstelle in der Nähe sein.

Rückläufige Zulassungszahlen

VW agiert damit gegen den Trend. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weist in seiner aktuellen Halbjahresbilanz gerade einmal 969 neu zugelassene Pkw mit Erdgasantrieb aus, ein Minus von fast 63 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Marktanteil von 0,1 Prozent. Vor einem Jahr lag dieser bei 0,2 Prozent.

Dass der Erdgas-Antrieb in Deutschland bei den Kunden nicht ankommt, überrascht. Denn die Effizienz spricht für Erdgas. So liefert ein Kilogramm CNG das 1,5-fache an Energie wie ein Liter Benzin. Im Vergleich zum Diesel ist es das 1,3-fache. Damit rechnet sich der CNG-Antrieb auch finanziell. Wie VW mitteilte, müsste der Liter Diesel 75 Cent kosten, um mit so günstig wie mit Bio-CNG zu fahren. Der Benzinpreis dürfte bei diesem Vergleich sogar nur 65 Cent pro Liter kosten. (mit SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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