Lange Wartezeiten für Geländewagen

Hoher Auftragsbestand

Lange Wartezeiten für Geländewagen
Sehr viel Geduld müssen Käufer eines Opel Antara aufbringen. © Opel

Knapp vier Monate müssen Kunden in Deutschland auf ihr neues Auto warten. Noch mehr Geduld ist beim Kauf eines Geländewagens erforderlich.

Autokunden müssen in Deutschland immer noch besonders lange auf Geländewagen warten. Laut einer Studie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen ist im Oktober kaum ein SUV mit frei gewählter Ausstattung mit einer Lieferzeit unter fünf Monaten zu haben. Die durchschnittliche Lieferzeit für die gesamte Modellpalette sei bei den deutschen Herstellern seit August zwar leicht von 3,8 auf 3,7 Monate gesunken, doch insbesondere VW lasse seine Kunden immer noch im Schnitt fünf Monate auf Neuwagen warten. Das gilt auch für Volumenmodelle wie Golf und Polo.

Bestwert für BMW

«Nach wie vor haben die deutschen Autobauer einen hohen Auftragsbestand und werden daher auch bis Jahresende mit guten Zulassungszahlen aufwarten», erklärte Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer am Dienstag. Die Importeure haben weniger dicke Polster und müssen zudem einige Modellanläufe meistern, die regelmäßig die Lieferzeiten nach oben bewegen. Suzuki und Kia haben mit einem Schnitt von 5,1 Monaten die längsten Lieferfristen.

Die deutlichsten Fortschritte hin zu einer schnelleren Lieferung der Wagen hat nach der Analyse die VW-Tochter Audi mit einer durchschnittlichen Lieferzeit von 4,1 Monaten gemacht. Auch die anderen deutschen Hersteller schafften es, ihre Standard-Modelle schneller auf die Räder zu stellen. Trotz brummenden Absatzes erreicht BMW den Bestwert von 2,5 Monaten.

Über sieben Monate für Kia Sportage und Opel Antara

Gedulden müssen sich aber weiterhin die Besteller von geländegängigen SUV: Mit dem Kia Sportage und dem Opel Antara liegen gleich zwei dieser Modelle an der Spitze der Wartezeiten mit 7,4 Monaten. Auch die Geländewagen von Audi, VW und Mercedes erfordern Geduld, während auch hier BMW zumindest mit X1 und X5 deutlich fixer ist. Auf den X3 muss man hingegen auch stattliche 5,8 Monate warten. (dpa/tmn)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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