Lebensretter: Volvo V40 schützt Fußgänger mit Airbag

Absolute Premiere

Lebensretter: Volvo V40 schützt Fußgänger mit Airbag
Der Fußgängerairbag des Volvo V40. © AG/Flehmer

Volvo unterstreicht einmal mehr das Image der Sicherheitsexperten. Beim Fußgänger-Airbag bleiben zwar die Beine nicht verschont, aber der Kopf heil.

Von Thomas Flehmer

Das Image der Sicherheitsexperten trägt Volvo seit Jahrzehnten mit sich – und das völlig zu Recht. Mit der Einführung des neuen Volvo V40 hält auch der so genannte Fußgänger-Airbag serienmäßig Einzug in die automobile Welt. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass kein Mensch in einem Volvo ums Leben kommt, jetzt sind wir daran, dass auch außerhalb niemand sein Leben verliert", sagt Bernhard Bauer, Geschäftsführer von Volvo Deutschland.

Fußgängerairbag entfaltet sich zwischen 20 und 50 km/h

Der Fußgänger-Airbag entfaltet sich bei einer Geschwindigkeit zwischen 20 und 50 km/h am Ende der Motorhaube. Das Luftkissen schützt dann den Menschen vor dem Aufprall an den Kanten der Windschutzscheibe, den so genannten A-Säulen, die für die Steifigkeit der Karosserie wichtig sind. Die Mitte der Windschutzscheibe bleibt frei. "Die Mitte der Windschutzscheibe ist aber weicher als die A-Säulen und gibt etwas nach, sodass dort die Verletzungen geringer ausfallen", sagt Volvo-Pressesprecher Michael Schweitzer.

Die Beine werden bei dem Aufprall nicht verschont, dort müssen Verletzungen hingenommen werden, aber die Kopfverletzungen werden gemindert. In der Theorie ein schwacher Trost, in der Praxis ein Glücksfall. Dann kann der Rollstuhl mit klarem Kopf gelenkt werden. Es klingt hart, aber es ist so.

System unterscheidet zwischen Mensch oder Ball

Der Airbag löst auch dann nur aus, wenn wirklich Menschen die Stoßstange berühren. Andere Faktoren, wie die immer als Beispiel dienenden Bälle, ignoriert das System. Verantwortlich dafür sind sieben Sensoren, die zwischen Mensch und Ball unterscheiden und die Schießpulverkapseln unter der Motorhaube aktivieren oder nicht.

In der Praxis kam der innovative Airbag noch nicht zum Einsatz. Versuchspersonen gibt es keine, dafür wurden jede Menge an Dummies auf die Windschutzscheibe geschmettert. Ein weiteres Gutes hat die Innovation. Die Designer freuten sich. "Wir müssen uns immer nach den Richtlinien der Fahrer-Assistenz-System richten und das Design darauf aufbauen, beim Fußgänger-Airbag brauchten wir keine große Rücksicht nehmen", sagt Volvo-Designer Simon Lamarre. Der Kanadier war erstmals erfreut über den Füßgänger-Airbag. Dadurch konnte die Motorhaube des V40 weiter abgesenkt und der Premium-Kompaktklasse eine sportlichere Form gegeben werden.

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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