Kfz-Versicherung: Tipps für die Beitragssenkung

Kfz-Versicherung: Tipps für die Beitragssenkung
Mit einem Versicherungsvergleich lässt sich Geld sparen © dpa

Die Kfz-Versicherung wird zunehmend teurer. Das liegt auch an den gestiegenen Reparaturkosten. Es gibt aber Möglichkeiten, den Beitrag zu reduzieren.

Die Prämien für die Kfz-Versicherung ziehen auch 2025 wieder spürbar an. Treiber sind vor allem teurere Reparaturen: Der GDV meldet von 2024 auf 2025 im Schnitt fast sechs Prozent höhere Ersatzteilpreise, einzelne Teile wie Türen oder Motorhauben verteuern sich um rund acht Prozent. Wer Geld sparen will, kann den Versicherer wechseln – oder an anderen Stellschrauben drehen. Je nach Profil und Fahrzeug liegen zwischen teuren und günstigen Tarifen mehrere Hundert Euro Differenz.

Wichtig für den Wechsel ist die Fristlage. Der klassische Stichtag liegt bei den meisten Verträgen Ende November. Weil der 30. November 2025 auf einen Sonntag fällt, gilt der nächste Werktag, also Montag, der 1. Dezember 2025. Wer bis dahin wirksam kündigt, kann zum Jahreswechsel den Anbieter wechseln. Unabhängig davon greift das gesetzliche Sonderkündigungsrecht: Steigt der Beitrag ohne Mehrleistung, dürfen Versicherte binnen eines Monats nach Zugang der Erhöhungsmitteilung kündigen.

Kunden haben Sonderkündigungsrecht

Formal genügt für die ordentliche Kündigung die Textform, entscheidend ist der fristgerechte Zugang beim alten Versicherer. Nach einem regulierten Schaden oder bei Fahrzeugwechsel besteht ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht, und nach Neuabschluss greift ein 14-tägiges Widerrufsrecht.

Beim Suchen nach einem neuen Tarif zählt aber nicht nur der Preis, sondern auch die Leistung. Beides lässt sich über große Portale wie Verivox oder Check24 vom Rechner aus leicht vergleichen. Zusätzlich empfiehlt sich ein Besuch der Internetseiten der Huk Coburg beziehungswiese Huk24, die in den Portalen nicht gelistet wird, häufig aber zu den günstigen Anbietern zählt.

Leistungen der Anbieter gegenüber stellen

Bei den Leistungen sind vor allem eine hohe Deckungssumme und die Absicherung grober Fahrlässigkeit wichtig. In der Teilkasko sind Tier- und Elementarschäden relevant, in der Vollkasko je nach Fahrzeugwert Neuwert-/Kaufpreisentschädigung oder zumindest eine passende GAP-Deckung bei Finanzierung oder Leasing.

Nicht immer ist ein kompletter Wechsel des Anbieters nötig. Wer etwa beispielsweise eine gute Beziehung zu seinem Versicherungsvertreter hat, kann auch durch Modifikationen am Vertrag Geld sparen. So kann das Akzeptieren einer Werkstattbindung den Beitrag deutlich senken. Das bindet einen im Schadensfall an den von der Versicherung vorgegebenen Kfz-Betrieb – der bei der Wahl der Reparaturmethode im Zweifel eher im Sinne der Assekuranz als im Sinne des Fahrzeughalters entscheiden dürfte. Ein klarer Fahrerkreis, geeignete Selbstbeteiligungen sowie jährliche Zahlungsweise statt Monatsraten reduzieren die Prämie zusätzlich.

Ein großer Hebel ist auch die Anpassung der jährlichen Fahrleistung – die wählen viele Kunden unnötig großzügig. Auch bei einer sehr konservativen Schätzung gilt: Das Nachmelden von Mehrkilometern ist immer möglich. Die theoretisch zu viel gezahlten Prämien zurückzufordern, ist in vielen Fällen schwieriger, häufig hilft nur der Abschluss eines neuen Vertrags. Manche Versicherungen akzeptieren mittlerweile aber auch die Änderung der Fahrleistung rückwirkend für das laufende Jahr. (SP-X)

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