Zahl der Verkehrstoten im September gestiegen

Kampagne zur Verkehrssicherheit

Zahl der Verkehrstoten im September gestiegen
Die Polizei hat einen Unfallort abgesichert. © dpa

Die Zahl der Unfälle ist in den ersten neun Monaten des Jahres zwar leicht zurückgegangen, doch dafür stieg die Zahl der Verkehrstoten an. Das geht aus der aktuellen Ergebung hervor.

Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ist im September gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts kamen 282 Personen ums Leben, 13 mehr als im Vorjahresmonat. Die Verletztenzahlen blieben mit 35.100 nahezu konstant. Insgesamt registrierte die Polizei im September rund 216.500 Straßenverkehrsunfälle, das waren 1.300 mehr als im Vorjahresmonat.

Im Zeitraum Januar bis September 2025 erfasste die Polizei rund 1,84 Millionen Unfälle und damit ein  Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei 224.000 Unfällen kam es zu Personenschäden, dabei wurden 2.148 Menschen getötet. Beide Zahlen entsprechen in etwa denen des Vorjahreszeitraums. Verletzt wurden 278.600 Personen, ein Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2024.

Kampagne „Runter vom Gas“

Damit die Autofahrender umsichtiger unterwegs sind, soll nun die Kampagne „Runter vom Gas“ sorgen. Dazu beitragen sollen auffällige Plakate am Rand der Autobahnen. Erstmals können nun Bürger die Motive mitgestalten. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) rufen unter dazu zur Abstimmung auf. Hier geht es zum Aufruf.

In einer ersten Phase votieren Teilnehmer, welche Unfallursachen auf Autobahnen sie besonders beschäftigen – etwa zu hohes Tempo, zu geringer Abstand, Ablenkung oder Alkohol und Drogen – und können dazu eigene Textbotschaften einreichen. Auf Basis dieser Ergebnisse sollen neue Plakatideen entwickelt werden. In einer zweiten Online-Runde können die Bürger dann über die final gestalteten Motive abstimmen, die ab Frühjahr 2026 bundesweit an Autobahnen zu sehen sein werden. Insgesamt werden jedes Jahr rund 700 Flächen bestückt.

Hintergrund des Mitmach-Aufrufs sind weiterhin hohe Unfallzahlen: 2024 verunglückten laut Statistischem Bundesamt mehr als 31.000 Menschen auf deutschen Autobahnen. Hauptursachen bleiben überhöhte beziehungsweise unangepasste Geschwindigkeit sowie zu geringer Sicherheitsabstand. BMV und DVR erhoffen sich von der Bürgerbeteiligung zusätzliche Aufmerksamkeit für Risikoverhalten und mehr Akzeptanz für die Botschaften. (SP-X)

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