Venturi war als exklusiver Hersteller von Sport- und Elektroautos bekannt. Nun entwickelt das Unternehmen Technologien für künftige Mondfahrzeuge.
Vom Nischenhersteller exklusiver Sportwagen zum Zulieferer für die Mondfahrt: Venturi hat einen bemerkenswerten Strategiewechsel vollzogen. Das Partnerunternehmen Astrolab gehört zu den von der NASA ausgewählten Anbietern für künftige bemannte Mondfahrzeuge im Rahmen des Artemis-Programms. Die neu gegründete Venturi Space soll zentrale Komponenten des Lunar Rovers CLV-1 liefern, der Astronauten und Ausrüstung auf der Mondoberfläche mobil machen soll.
Die technischen Anforderungen sind enorm: Das Batteriesystem muss extremen Temperaturbedingungen, auch in den Polarregionen des Mondes standhalten, die Räder aus besonders verformbarem Material sollen sowohl auf losem Mondstaub als auch auf felsigem Untergrund Traktion bieten.
Gewicht liegt bei maximal 950 Kilogramm
Im Transportzustand misst der Rover rund zwei Meter in der Länge, 2,3 Meter in der Breite und 2,2 Meter in der Höhe. Nach dem Entfalten auf dem Mond wächst er auf eine Länge von rund vier Metern und eine Höhe von 2,6 Metern. Trotz seines maximalen Gewichts von lediglich 950 Kilogramm kann das Fahrzeug Geschwindigkeiten von bis zu zehn km/h erreichen. Der CLV-1 ist das erste Modell einer ganzen Rover-Familie. Später sollen weitere Varianten mit den Bezeichnungen CLV-2, CLV-3 und so weiter folgen.
Parallel baut Venturi Space seine Kapazitäten in Europa aus. Im Rahmen der Investoreninitiative „Choose France“ kündigte das Unternehmen Investitionen von 250 Millionen Euro in einen neuen Standort im französischen Toulouse an. Auf 16.000 Quadratmetern sollen Batterien, Energiemanagementsysteme und weitere Schlüsseltechnologien für Mond- und Marsfahrzeuge entwickelt und gefertigt werden.
Die für die NASA entwickelten Technologien sollen zudem als Grundlage für den „Mona Luna“ dienen, einen europäischen Mondrover für wissenschaftliche Missionen, dessen erster Einsatz für 2030 geplant ist. (SP-X)





