Vorschau aus dem Rückblick

BMW-Innovation

BMW bringt dem Navigationsgerät das Lernen bei. Gefahrene Strecken behält ein neu entwickeltes Programm künftig als Erfahrungsschatz und lässt die Werte in aktuelle Routenberechnungen einfließen.

BMW entwickelt ein lernfähiges Navigationssystem. Dafür arbeiten die Forscher an einem Programm, mit dem man die nächste Route auch ohne Zieleingabe vorhersagen kann. «Wir wollen schon vor dem Start wissen, wohin der Fahrer möchte und welche Strecke er dafür wählen wird», erläutert BMW-Forscher Robert Hein in München. Durch die Auswertung zurückliegender Fahrten anhand von Uhrzeit, Wochentag, Standort und Fahrzeugbenutzer ermittelt die Software das wahrscheinlichste Ziel abgeleitet.

Lernendes Gerät

Mit dieser Information wollen die Entwickler dem Auto einen «vorausschauenden» Fahrstil antrainieren. Selbst ohne aktive Routenführung könnten so etwa bei einem Hybridantrieb die Akkus vor einer Gefällestrecke entladen oder bei einem normalen Benziner die Leistung zur Autobahnauffahrt hin erhöht werden. Dafür lernt die Navigation nicht nur das Bewegungsprofil des Fahrers, sondern füttert bei jeder Tour auch die Datenbank mit Höhenlinien, Kurvenradien und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Bei der Routenführung gibt es künftig neben der kürzesten, der schnellsten oder sparsamsten auch eine persönliche Strecke mit individuellen Schleich- und Umwegen. Und auch bei ausgeschalteter Navigation kann BMW damit individuell vor Verkehrsstörungen warnen. Einen konkreten Termin für den Serienstart des Systems gibt es allerdings noch nicht, sagt Entwickler Hein: «Da reden wir eher über Jahre als über Monate.» (dpa/tmn)

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