Die schwedische Regierung stellt eine Bürgschaft für den Verkauf von Saab zur Verfügung. In Brüssel wird nun entschieden, ob dies mit Eu-Recht vereinbar sei.
Die schwedische Regierung will mit einer 600 Millionen-Dollar-Bürgschaft die Voraussetzung für den Verkauf des schwer angeschlagenen Autoherstellers Saab schaffen. Stockholm habe der Europäischen Kommission am Montag den genauen Finanzierungsplan vorgelegt, berichtete die Zeitung «Göteborgs-Posten» am Dienstag. In Brüssel müsse nun entschieden werden, ob die Bürgschaft für einen Kredit der Europäischen Investitionsbank EIB in Höhe von 600 Millionen Dollar (407 Mio Euro) mit EU-Recht vereinbar ist.
Vorvertrag bereits unterzeichnet
Der Saab-Mutterkonzern General Motors (GM) und der kleine Edel- Sportwagenbauer Koenigsegg hatten bereits einen Vorvertrag unterzeichnet, den Vertragsabschluss aber an Finanzierungsbedingungen geknüpft. Dazu zählen laut GM Europe die Kreditbürgschaft der EIB sowie von der schwedischen Regierung zugesicherte Unterstützungen und Garantien.
Saab ist mit 3400 Beschäftigten einer der kleinsten Anbieter von Autos aus Serienfertigung mit einer Jahresproduktion von 93.000 Wagen im vergangenen Jahr. Seit dem Einstieg von GM vor knapp 20 Jahren hat das schwedische Unternehmen bis auf zwei Jahre stets Verluste eingefahren. (dpa)



