Opel verliert täglich sechs Millionen Euro

Brückenfinanzierung reicht bis September

Opel soll nach einem Medienbericht täglich deutlich mehr Geld verlieren als ursprünglich angenommen. Unterdessen zeichnet sich ab, dass der chinesische Hersteller BAIC bis Mitte Juli ein nachgessertes Angebot vorlegen will.

Der Autobauer Opel verbrennt offenbar weit mehr Geld als bislang angenommen. Nach einem Bericht der WAZ-Gruppe verliert die bisherige GM-Tochter in Europa jeden Tag bis zu sechs Millionen Euro. Bislang war von einem täglichen Verlust von mehr als drei Millionen US-Dollar die Rede gewesen. Die WAZ-Gruppe bezieht sich bei ihren Informationen auf das Unternehmensumfeld.

Brückenfinanzierung reicht bis September

Die Brückenfinanzierung des Bundes und der Länder über 1,5 Milliarden Euro reiche bis Mitte September, hieß es weiter. Bis dahin solle vertragliche Klarheit über die Zukunft des Autobauers geschaffen werden. Eine Nachforderung solle es nicht geben. Bislang gilt der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna als aussichtsreichster Bieter. Allerdings laufen auch die Verhandlungen mit anderen Interessenten weiter. Nach Informationen der «Financial Times» will der chinesische Hersteller Beijing Automotive Industry Corp. (BAIC) Mitte Juli ein nachgebessertes Angebot vorlegen. Auch der Finanzinvestor Ripplewood könnte Kreisen zufolge noch einmal nachlegen. General Motors habe beiden Interessenten diesen Monat Einblick in die Opel-Bücher gewährt, um den Druck auf Magna zu erhöhen, schreibt die Zeitung.

Magna will zusammen mit russischen Partnern 55 Prozent an Opel übernehmen, 35 Prozent sollen bei General Motors verbleiben, zehn Prozent sollen an die Opel-Händler gehen. Die Verhandlungen zwischen dem Zulieferer und dem Mutterkonzern gingen aber nicht voran, schreibt die «FT». Ursprünglich sollte Mitte Juli ein Vorvertrag mit Magna geschlossen werden. (dpa)

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