Oberklassen-Fahrzeuge aus heimischer Produktion haben auch in Zukunft beste Chancen auf dem Weltmarkt. Laut einer neuen Studie wird auch der Standort Deutschland davon nachhaltig profitieren.
Trotz Klimadiskussionen und starker Konkurrenz aus den Schwellenländern wird die deutsche Autoindustrie nach einer Studie auch noch in sieben Jahren hervorragend dastehen. Die deutschen Autobauer profitierten weiter vom Premium-Trend, lautet das Fazit der Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers (PwC) in einer am Mittwoch in Frankfurt vorgestellten Studie. Darin prognostizieren sie für das Jahr 2014, dass in- und ausländische Hersteller rund 900.000 Wagen mehr am Standort Deutschland fertigen werden als 2006 mit 5,2 Millionen Autos. Größter deutscher Hersteller wird demnach auch 2014 Volkswagen bleiben.
Nachfrage steigt weiter
«Steigende Einkommen in Schwellenländern wie China und Indien führen weltweit zu einer höheren Nachfrage im Premium-Segment», erläutert Felix Kuhnert, Leiter der Automobilberatung bei PwC. «Schon heute können deutsche Premiumhersteller bei manchen Modellen die Nachfrage in China nicht erfüllen.» Einen Widerspruch zur aktuellen Klimadebatte sieht er nicht: «Die deutschen Autobauer haben die richtigen Antworten auf die CO2-Anforderungen der Zukunft.» Überdies solle man die Klimadiskussion nicht überbewerten. Umfragen hätten gezeigt, dass die Verbraucher nicht bereit seien, für umweltschonende Technik Geld auszugeben.
Auch Slowakei profitiert
Laut Studie wird kein anderes Mitglied der Europäischen Union bis 2014 so starke Zuwächse in der Autoproduktion verzeichnen wie Deutschland. Auf Platz zwei folgt die Slowakei mit einem Plus von rund 500.000 Wagen - dort haben VW, PSA Peugeot Citroen und Kia- Hyundai in den vergangenen Jahren massiv investiert.



