Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen ist deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober sank der Absatz um 17 Prozent.
Im sechsten Monat in Folge ist die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa gesunken. Die Neuzulassungen seien im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 17,0 Prozent zurückgegangen, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag in Brüssel mit. Verkaufsrückgänge wurden sowohl in Westeuropa als auch in den neuen EU-Ländern verzeichnet. Das Minus in Westeuropa betrug 17,5 Prozent. In Osteuropa ging die Nachfrage um 13,3 Prozent zurück.
Transporter besonders betroffen
Am stärksten gingen die Verkäufe wie bereits in den Vormonaten bei den Transportern bis 3,5 Tonnen zurück. Die Zahl der Neuzulassungen ging in der EU und den EFTA-Staaten um 18,3 Prozent auf 163.726 zurück. In Westeuropa schrumpfte die Nachfrage um 19,3 Prozent, während das Minus in den neuen EU-Ländern 10,0 Prozent betrug.
Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lastwagen ging dagegen in Osteuropa deutlich stärker zurück als in Westeuropa. Europaweit sanken die Neuzulassungen in der Gewichtsklasse über 3,5 Tonnen um 13,8 Prozent auf 36.519 Fahrzeuge. In Osteuropa brach die Nachfrage um 31 Prozent ein. In Westeuropa sank die Zahl der verkauften Lastwagen in dieser Gewichtsklasse um 10,5 Prozent. Gegen den Trend legten unter anderem die Niederlanden, Dänemark und Frankreich zu.
Auch schwere Lkw nicht gefragt
Bei den schweren Lkw über 16 Tonnen zeichnete sich ein ähnliches Bild ab wie bei mittelschweren und schweren Lastwagen. Europaweit gingen die Zulassungen um 14,4 Prozent auf 26.479 Fahrzeuge zurück. In Westeuropa sank die Nachfrage um 12,3 Prozent, in Osteuropa ging sie um 26,3 Prozent zurück. Deutlich stieg dagegen die Nachfrage nach Bussen. Europaweit verbuchte dieser Markt ein Plus von 13,9 Prozent auf 3.873 Neuzulassungen. (dpa)

