Die Fahrt zum TÜV muss nicht zum Ärgernis werden. Viele Mängel lassen sich vermeiden – und lassen sich beheben, bevor der Prüfer sie bemängelt.
Für viele Autofahrer ist die Fahrt zur Prüfstelle des TÜVs mit Bauchgrimmen verbinden. Ist das Auto in Ordnung? Muss ich nochmal kommen? Doch man kann dem Termin auch entspannter entgegen blicken, wenn man einige Dinge beachtet.
So gehören Fehler an der Beleuchtung, verschlissene Bremsen und Defekte am Fahrwerk zu den häufigsten Gründen für Beanstandungen bei der Hauptuntersuchung. Das zeigt eine Sonderauswertung des TÜV-Verbands auf Basis von rund 9,5 Millionen HU-Prüfungen. Demnach treten die meisten Probleme an klassischen Verschleißteilen auf, die für die Verkehrssicherheit besonders relevant sind.
Scheinwerfer sind defekt oder falsch eingestellt
An der Spitze der Mängelliste stehen defekte oder falsch eingestellte Scheinwerfer. Ebenfalls häufig beanstandet werden Bremsscheiben und Bremsbeläge, die im Laufe der Nutzung verschleißen, sowie Schäden an Federn und Dämpfern des Fahrwerks. Auch Probleme mit der Achsaufhängung, Ölverluste am Antrieb oder Korrosionsschäden gehören zu den regelmäßig festgestellten Schwachstellen.
Typisch für Beanstandungen sind vor allem alters- und nutzungsbedingte Defekte, weniger hingegen gravierende Konstruktionsfehler. Die Auswertung zeigt laut den Experten auch, dass viele Mängel durch regelmäßige Wartung vermeidbar wären. Gerade Beleuchtung und Bremsen lassen sich oft mit überschaubarem Aufwand instandsetzen, bevor sie zu einem sicherheitsrelevanten Problem werden. Insgesamt sind Millionen Fahrzeuge betroffen: Mehr als jedes fünfte Auto erhält aufgrund erheblicher oder gefährlicher Mängel keine Plakette. (SP-X)

