Toyota unter Druck: GM und VW rücken näher

Globale Marktführerschaft

Toyota unter Druck: GM und VW rücken näher
Toyota erzielt am meisten Gewinn pro Fahrzeug. © Toyota

Noch ist Toyota der weltweit erfolgreichste Autobauer. Noch, denn die Konkurrenten von GM und VW rücken den Japanern immer näher. Die Wolfsburger wollen bis 2018 die Nummer eins sein.

Die Jagd der großen Rivalen um die Krone der weltweiten Nummer Eins in der Autobranche wird immer enger. Zwar konnte der japanische Branchenprimus Toyota bezogen auf das erste Halbjahr seine Spitzenposition trotz eines Absatzrückgangs um 1,2 Prozent verteidigen. Die Rivalen General Motors und Volkswagen rücken aber auf; im zweiten Quartal konnte GM den japanischen Konkurrenten bereits überholen.

Die Toyota-Gruppe, zu der auch Daihatsu und Hono Motors gehören, setzte insgesamt 4,9 Millionen Fahrzeuge ab, wie der Konzern am Freitag bekanntgab. Die Nummer 2, General Motors, konnte den Absatz um 3,9 Prozent auf 4,85 Millionen Autos steigern, gefolgt von VW mit rund 4,7 Millionen Autos und einem Plus von 5,5 Prozent.

VW arbeitet sich langsam voran

Während GM in den drei Monaten bis Juni nach Angaben der US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg 2,49 Millionen Autos an den Mann brachte, kam die Toyota-Gruppe auf nur 2,48 Millionen. VW verkaufte 2,39 Millionen Autos. Die Wolfsburger arbeiten sich jedoch auf ihrem Weg an die Weltspitze an GM heran. VW verringerte den Abstand zum Rivalen aus Detroit im 1. Halbjahr auf rund 150.000 Stück. Vor einem Jahr hatte der Abstand noch rund 220.000 betragen.

Während die US-Amerikaner auf dem heimischen Markt kräftig zulegen konnten, mussten sie in Europa und in geringerem Maße auch in Südamerika Einbußen hinnehmen. Allerdings hatte auch Volkswagen zuletzt unter dem schwachen Automarkt in Europa gelitten.

Der VW-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2018 zur Nummer eins der Branche aufzusteigen. Dazu müssen die Wolfsburger neben GM auch Toyota überholen. Toyota stand vergangenes Jahr an der Spitze. Dass die Japaner ihre Position im ersten Halbjahr dieses Jahres verteidigen konnten, lag vor allem am robusten Absatz in Nordamerika. (dpa)

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