Der gebrauchte Toyota Aygo II ist ein klassischer Kleinstwagen. Platz hat er naturgemäß nicht üppig, dafür ist er wendig und sparsam.
Toyota hält mit dem Aygo dem Segment der Kleinstwagen die Treue. Die Generationen I (2005 bis 2014) und II (2014 bis 2021) entstammten aus der Kooperation mit Citroen (C1) und Peugeot (108). Die dritte Generation, mittlerweile mit einem X im Namen und ein Eigengewächs der Japaner, ist seit Ende 2021 am Start.
Einen Aygo II aus Vorbesitz sollten Interessenten genau unter die Lupe nehmen lassen. Schwachpunkte sind die Beleuchtungs– und Bremsanlagen. Den Prüfpunkt Fahrwerk absolviert der Kleinstwagen im Großen und Ganzen ohne Probleme, allerdings geraten bei den jüngeren Modellen die Achsfedern in den Fokus der TÜV-Experten. Die jüngsten fallen zudem durch Ölverlust auf.
Drei- und fünftürige Modelle
Mit einer Länge von knapp unter 3,50 Meter Länge zählt der Aygo zu den kurzen Kleinstwagen. Fahrer und Beifahrer sitzen trotz der knappen Abmessungen bequem, im Fond geht es jedoch für die maximal zwei zugelassenen Personen beengt zu. Wer öfter Passagiere auf der Rückbank mitnimmt, hält Ausschau nach fünftürigen Modellen. Wer überwiegend allein unterwegs ist, kommt auch mit einem Dreitürer gut zurecht. Die hinteren Fenster lassen sich nicht herunterkurbeln, sie werden ausgestellt. Der Kofferraum fasst zwischen 168 und 800 Liter bei hoher Ladekante.
Äußerlich ist die zweite Aygo-Generation an dem stilisierten X in der Front erkennbar. Je nach Geschmack des Erstkäufers fällt die Gestaltung des Innenraums recht dezent oder ziemlich farbenfroh aus. Frischluftfans werden bei Exemplaren mit einen Rolldach froh. Die Facelift-Modelle (2018) verfügen über ein etwas modifiziertes X und geänderte Leuchten. Außerdem war der Aygo seit der Überarbeitung besser gedämmt.
Dreizylinder-Benziner als einzige Motorisierung
Die Entscheidung über den Motor ist schnell gefallen. Für den Aygo II gab es ausschließlich einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit zunächst 69 und seit dem Facelift mit 72 PS. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei Tempo 160 erreicht. Den Verbrauch gibt Toyota mit Werten um 4 Liter an. Die Kraftübertragung an die Vorderräder erfolgt über ein manuelles Fünfganggetriebe, alternativ stand ein automatisiertes Getriebe zur Wahl.
Zum Markstart offerierte Toyota den Aygo als Dreitürer zu Preisen von unter 10.000 Euro. Zielgruppe dieser „x“ genannten und sehr spartanisch ausgestatteten Basis waren Liefer- und Pflegedienste. Wer es weniger frugal mag, sucht mindestens nach „x-play“-Niveau. Hier gehörten Radio und Klimaanlage, ab dem Facelift auch eine Smartphone-Integration zum Serienumfang. 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein Multimedia-System mit Rückfahrkamera und Nebelscheinwerfer waren Bestandteile der Komfortlinien „x-cite“ und „x-pose“, die sich jeweils durch die Farben der Dekoreinlagen unterschieden. „X-clusive“ bot unter anderem Zweifarbenlackierung und Teilledersitze. Hinter x-wave verbergen sich die Modelle mit dem elektrischen Faltdach. Das „Safety Sense“ genannte Sicherheitssystem mit Frontkollisionswarner, Notbrems- und Spurhalteassistent, war nicht immer serienmäßig. Los geht es ab rund 3.000 Euro für einfach ausgestattete Exemplare mit hoher Laufleistung. (SP-X)

