Höhere CO2-Steuer: Spritkosten steigen deutlich an

Änderungen im Jahr 2025

Höhere CO2-Steuer: Spritkosten steigen deutlich an
Die Fahrt an die Tankstelle ist ein teures Vergnügen. © dpa

Das Jahr 2025 wird bei der Mobilität zu Teuerungen führen. Autofahrer müssen sich aufgrund der steigenden CO2-Steuer auf höhere Spritkosten einstellen. Änderungen gibt es auch in anderen Bereichen.

Das Jahr 2025 steht in eineinhalb Monaten bevor. Für Autofahrer und andere wird es Teuerungen bei der Mobilität mit sich bringen. Das betrifft beispielsweise höhere Spritpreise als auch steigende Beiträge in der Kfz-Versicherung. Hier haben Autofahrer bereits in den zurückliegenden Wochen von ihrer Assekuranz die neuen Beiträge für das kommende Jahr mitgeteilt bekommen, die je nach Versicherer bis zu 25 Prozent über denen des Jahres 2024 lagen. Der Grund dafür liegt unter anderem in steigenden Werkstattkosten.

Zum 1. Januar wird 2025 die CO2-Steuer weiter angehoben, wodurch sich die Spritpreise an den Tankstellen erhöhen. Der CO2-Preis steigt 2025 von 45 Euro auf 55 Euro pro Tonne, was sich auf die Kraftstoffpreise auswirkt. Der Mineralölkonzern TotalEnergies geht von einem Preisanstieg von etwa 4,3 Cent für einen Liter Benzin und 4,7 Cent für einen Liter Diesel aus.

Steigende Beiträge in Kfz-Versicherungen

Darüber hinaus rechnen Experten mit steigenden Beiträgen für die Kfz-Versicherung, mit denen die Preisanstiege bei Ersatzteilen und Werkstattkosten weitergeben werden. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivos sind Kfz-Versicherungen im Schnitt aktuell 24 Prozent teurer als im Vorjahr, die Analysten gehen von weiteren Prämienanpassungen nach oben aus.

Umtausch des Führerscheins

Der Papierführerschein wird nach dem Jahreswechsel zur absoluten Seltenheit. Bis zum 19. Januar 2025 müssen alle Jahrgänge ab 1971 das alte Dokument gegen einen neuen Scheckkartenführerschein eingetauscht haben. Danach dürften nur noch die vor 1953 Geborenen die Papiervariante nutzen. Sie haben bis zum 19. Januar 2033 Zeit für den Umtausch. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie zur Umstellung auf fälschungssichere Führerscheine.

Deutschlandticket

Das Deutschlandticket für 49 Euro ist ein Erfolg. Foto: dpa

Das Flatrate-Ticket für den Nah-und Regionalverkehr soll statt 49 ab Januar monatlich 58 Euro kosten. Mit dem Ticket können Busse und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs genutzt werden. Ob es indes kommt, entscheidet sich nach dem Bruch der Ampelkoalition in den nächsten Wochen. Offensichtlich hat auch die CDU/CSU ihre Bereitschaft erklärt, sich für eine Neuauflage des Deutschlandtickets auszusprechen.

Zugfahrten

Zugtickets lassen sich jetzt bis zu 12 Monate im Voraus kaufen – inklusive der nationalen Sparpreise, die jetzt schon beispielsweise für die Sommerferien gebucht werden können. Außerdem bietet die DB aufgrund erhöhter Nachfrage mehr internationale Zugfahrten an, wie die tägliche ICE-Direktverbindung von Berlin nach Paris, die auch in Frankfurt Süd hält.

Innerhalb Deutschlands baut die DB ihr Angebot an Sprinter-Zügen und umsteigefreien ICE-Direktverbindungen weiter aus, wie zwischen Berlin und Frankfurt (Main). Im ICE-Sprinter-Netz verspricht die Bahn eine zusätzliche Zeitersparnis, zwischen Berlin und München von bis zu 45 Minuten.

Einreisegenehmigung

In London ist Busfahren teuer. Ab 2025 muss man bei der Einreise ins Königreich zudem eine Gebühr bezahlen. Foto: Shell

Die britische Regierung verlangt schrittweise das Vorliegen einer Einreisegenehmigung für Reisende aus der EU. Deutsche Staatsbürger benötigen ab dem 2. April 2025 eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA). Sie kostet 10 Pfund (12 Euro) und kann digital beantragt werden, zum Beispiel über die UK ETA App und soll innerhalb von drei Tagen vorliegen. Die Regelung gilt für alle privaten und geschäftlichen Reisen nach England, Schottland, Wales oder Nordirland.

Vignetten

Der Preis für die österreichische Autobahn-Vignette steigt um 7,7 Prozent und liegt jetzt für Pkw bei 103,80 Euro (Jahresvignette), 31,10 Euro (Zwei Monate), 12,40 Euro (10 Tage) und 9,30 Euro (ein Tag). Die Autobahn-Vignette für die Schweiz kostet 40 Franken (ca. 43 Euro) und ist vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Januar 2026 gültig.

HU-Plakette

Wer eine orange HU-Plakette auf dem Kennzeichen hat, für dessen Fahrzeug steht 2025 die Hauptuntersuchung an. Die Farbe zeigt von weitem sichtbar an, dass die Prüfung fällig ist. In welchem Monat wird durch die obenstehende Zahl angegeben. Wird der Termin mehr als zwei Monate überschritten, drohen bei einer Polizeikontrolle Bußgelder. Außerdem steigen die Kosten für die dann ausführlichere Untersuchung.

Winterreifen

Besser und sicherer unterwegs mit Winterreifen. Foto: Goodyear

Bereits seit Oktober ist die Übergangsfrist für Winterreifen mit dem M+S-Zeichen abgelaufen. Bei winterlichen Straßenverhältnissen dürfen nur noch Winter- und Ganzjahresreifen mit dem „Alpine“-Symbol, einem stilisierten Berggipfel mit Schneeflocke, aufgezogen sein. Autofahrer, die dann Modelle mit der „M+S“-Kennzeichnung montiert haben, müssen mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Gasprüfung für Wohnmobile

Ab Mitte 2025 müssen Halter von Wohnmobilen oder -wagen, deren Fahrzeug mit einer Flüssiggasanlage ausgerüstet ist, alle zwei Jahre verpflichtend eine Gasprüfung durchführen; sie ist unabhängig von der HU. Geregelt ist das in dem neuen § 60 der StVZO. Einen anerkannten Sachkundigen finden Camper beispielsweise unter gaspruefung-wohnwagen-wohnmobile.de. Das Bußgeld bei Nichtbeachtung der Prüffristen liegt zwischen 15 und 60 Euro.

Abgasnorm für Motorräder

Ab 1. Januar 2025 gilt für Motorräder die neue Abgasnorm Euro 5+; dann können nur noch Neufahrzeuge zugelassen werden, die mindestens dieser Norm entsprechen. (SP-X)

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