Festgefahren: So kommen Sie wieder voran

Festgefahren: So kommen Sie wieder voran
Der Toyota Hilux fühlt sich Offroad ausgesprochen wohl. © Toyota

Es passiert selten, aber es kommt vor: Man hat sich festgefahren. Sei es nach starkem Schneefall oder beim Abstecher in den Wald. So fahren Sie sich frei.

Der regnerische Sommer in Deutschland macht das Parken und Fahren auf Wiesen und Feldern zum riskanten Spiel. Wer Pech hat, bleibt stecken und muss sich im Zweifel freischleppen lassen.

Vorher könnten aber ein paar Tipps helfen, aus eigener Kraft wieder auf festen Grund zu kommen.

ESP wird abgeschaltet

Prinzipiell gelten für das Freifahren im Schlamm die gleichen Regeln wie in tiefem Schnee. Zunächst wird der Schleuderschutz ESP beziehungsweise die Antriebs-Schlupfregelung abgeschaltet. Die Fahrhilfe würde sonst bei einem durchdrehenden Rad die Raddrehzahl extrem drosseln, so dass man im Zweifel gar nicht mehr vom Fleck kommt.

Dann sollte man es mit feinfühligem Gasgeben versuchen. Im zweiten Gang geht das in der Regel am besten. Die Vorderräder werden dabei möglichst geradegestellt. Funktioniert das nicht, lohnt es sich, bei Autos mit Frontantrieb die Lenkung einzuschlagen. Vielleicht ist in der einen oder anderen Richtung der Untergrund weniger rutschig. Sinnvoll kann es auch sein, das Auto von Helfern anschieben zu lassen. Allerdings werden diese dabei unter Umständen sehr schmutzig, vor allem bei Autos mit Hinterradantrieb.

Freischaukeln als Option

Helfen vorsichtiges Gasgeben und Anschieben auch nicht, kann die Freischaukel-Strategie gewählt werden. Durch das schnelle Umschalten zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgang wiegt sich das Auto möglicherweise aus der Kuhle heraus. Allerdings muss man dabei einen äußerst vorsichtigen Gasfuß haben, ansonsten kann die Kupplung stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Während beim Freifahren im Schnee Sand oder Holzstöckchen für mehr Traktion vor den Rädern sorgen können, weicht nasser Schlamm die Hilfskonstruktionen wahrscheinlich zu schnell durch. Gleiches gilt in den meisten Fällen auch für andere klassische Helfer wie Pappkarton, Decke oder Katzenstreu.

Vorsicht mit Fußmatten

Weniger empfindlich gegen Nässe dürfte die Fußmatte sein. Allerdings ist sie nach der Hilfsaktion zumeist unbrauchbar. Zudem ist Vorsicht angebracht, denn die Hilfsgegenstände können beim Gasgeben hochgeschleudert werden und Umstehende verletzen.

Wenn alle diese Maßnahmen nichts gebracht haben und das Auto immer noch feststeckt, gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Auf Trockenheit warten oder den Wagen abschleppen lassen. Dabei hilft ein Traktor oftmals besser als ein anderes Auto. (SP-X)

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