Erntezeit: Gefahr durch Staubwolken und Bauernglatteis

Erntezeit: Gefahr durch Staubwolken und Bauernglatteis
Ein Mähdrescher bei der Ernte in Schleswig-Holstein. © dpa

Die Ernte läuft bundesweit auf Hochtouren. Das führt teils auch zu schwierigen Fahrbahnbedingungen, auf die sich Autofahrer einstellen sollten.

Die Erntezeit hat begonnen. In den ländlichen Regionen nimmt daher der Verkehr mit Traktoren, Anhängern und großen Erntemaschinen zu. Damit einher können Sichtbehinderungen, verschmutzte Fahrbahnen mit Rutschgefahr sowie eine Verlangsamung des Verkehrsflusses gehen.

Der Automobilclub ACE empfiehlt, besonders auf Land- und Dorfstraßen aufmerksam unterwegs zu sein. Die Geschwindigkeit sowie den Abstand sollten Verkehrsteilnehmer rechtzeitig anpassen. Eine defensive Fahrweise und Geduld tragen ebenfalls zur Sicherheit bei.

Traktoren meist langsam unterwegs

Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind oft langsamer als der übrige Verkehr und können vor allem an Feldzufahrten, hinter Kuppen und in Kurven unvermittelt auftauchen. Überholen sollten Auto- und Motorradfahrer nur, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht und die Strecke vollständig einsehbar ist.

Dabei gilt es zu beachten, dass Anhänger, Anbaugeräte und Zugmaschinen sehr breit sein können und daher einen hohen Platzbedarf haben. Blinkt eine Zugmaschine oder ist ihre Fahrtrichtung unklar, sollte man besser nicht überholen. Erde, Lehm und Pflanzenreste von Feldmaschinen können die Fahrbahn verschmutzen. Wird dieser Belag feucht, entsteht ein rutschiger Schmierfilm, auch Bauernglatteis genannt. Der schmierige Belag verlängert den Bremsweg und erhöht die Schleudergefahr besonders für Motorradfahrer. Solche Verschmutzungen sollten Verkehrsteilnehmer bei akuter Gefahr der Polizei unter 110 melden.

Aber auch Staub, der durch Feldarbeiten entsteht, kann Probleme bereiten. Er schränkt die Sicht ein. Auch hier gilt es, das Tempo zu reduzieren und einen größeren Abstand einzuhalten. Keinesfalls sollte man in eine Staubwolke hineinüberholen. (SP-X)

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