Die THG-Prämie gewinnt wieder an Bedeutung. Nach zwei Jahren mit vergleichsweise niedrigen Auszahlungen können Halter von Elektroautos wieder mit höheren Prämien rechnen.
Nachdem die THG-Prämie in den vergangenen beiden Jahren spürbar an Attraktivität eingebüßt hatte, gibt es in diesem Jahr eine Trendwende. Grund dafür sind unter anderem strengere gesetzliche Vorgaben für Mineralölunternehmen, die den Bedarf an handelbaren CO₂-Einsparungen erhöhen. Je nach Anbieter sind derzeit wieder jährliche Auszahlungen zwischen rund 300 und 380 Euro und möglich.
Zusammen mit den vergleichsweise niedrigen Energie- und Wartungskosten sowie weiteren Fördermöglichkeiten wie der Elektroauto-Prämie verbessert die THG-Prämie die Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer Fahrzeuge zusätzlich, wie Mitsubishi mitteilte. Die Japaner haben mit dem Eclipse Cross ein Fahrzeug im Angebot, das nicht nur in den Genuss der E-Auto- sondern auch der THG-Prämie kommt. Der Mitsubishi Eclipse Cross hat eine Reichweite von 635 Kilometer.
THG-Quote als Instrument der Klimapolitik
Die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein Instrument der deutschen Klimapolitik. Sie verpflichtet Unternehmen der Mineralölwirtschaft dazu, ihre Treibhausgasemissionen schrittweise zu reduzieren. Können die gesetzlichen Vorgaben nicht vollständig durch eigene Maßnahmen erfüllt werden, dürfen die Unternehmen entsprechende CO₂-Einsparungen zukaufen. Dazu zählen auch die Emissionsminderungen, die durch den Betrieb rein batterieelektrischer Fahrzeuge entstehen.
Für Halter von Elektroautos ergibt sich daraus die Möglichkeit, die THG-Quote ihres Fahrzeugs über spezialisierte Anbieter zu vermarkten und dafür einmal jährlich eine Prämie zu erhalten. In der Regel genügt die Registrierung bei einem Anbieter sowie das Hochladen der Zulassungsbescheinigung. Die weitere Abwicklung übernimmt der jeweilige Dienstleister. Die Höhe der Prämie ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, deshalb lohnt ein Vergleich.



