Auf welcher Seite befindet sich der Tankdeckel? Diese Frage stellen sich insbesondere die, die wechselnde Autos fahren. Der Tankpfeil gibt da Orientierung.
Der kleine Pfeil neben der Tankanzeige, der verrät, auf welcher Fahrzeugseite der Tankdeckel sitzt, ist ein unscheinbares, aber nützliches Detail. Anfang Dezember 2025 ist sein Erfinder, der frühere Ford-Mitarbeiter James („Jim“) Moylan, im Alter von 80 Jahren gestorben, wie die US-Branchenzeitung „Automotive News“ berichtet.
Idee stammt aus April 1986
Die Idee für den Tank-Pfeil entstand im April 1986 eher zufällig: Moylan war in Dearborn mit einem Firmenwagen unterwegs, musste auf dem Weg tanken und stellte sich an der Zapfsäule auf die falsche Seite. Beim Umparken wurde er im Regen nass. Zurück am Schreibtisch skizzierte er eine einfache Lösung: einen Hinweis im Kombiinstrument, der die Position der Tankklappe anzeigt. In seinem internen Vorschlag argumentierte er, der geringe Aufwand lohne sich als Komfortmerkmal besonders für Haushalte mit zwei Autos, für Poolfahrzeuge und vor allem für Mietwagenkunden.
Erstmals wurde die Markierung dem Bericht zufolge bei Ford im Modelljahr 1989 eingeführt – unter anderem im Ford Escort und im Mercury Tracer; später folgten weitere Baureihen wie Thunderbird und Cougar. Von dort verbreitete sich der Hinweis schrittweise in der Branche und über aller Märke. Seit den 1990er-Jahren ist der Pfeil quasi Standard, auch wenn es immer wieder Autos ohne den Hinweis gibt. Mittlerweile ist das Prinzip nicht auf Verbrenner beschränkt, auch Elektroautos nutzen es, um die Seite der Ladebuchse zu kennzeichnen. (SP-X)
