Elektro-Lkw: 93 Prozent der Transportunternehmen hochzufrieden

Kurzstudie des Öko-Instituts

Elektro-Lkw: 93 Prozent der Transportunternehmen hochzufrieden
Eine Lkw-Ladestation von Aral in Bensheim. © Aral

Elektro-Lkw werden immer beliebter. Nach einer aktuellen Studie des Öko-Instituts gaben 93 Prozent der befragten Transportunternehmen an, damit hochzufrieden zu sein.

Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts zeigt: Unternehmen, die bereits seit mindestens einem Jahr batterieelektrische Lkw im Alltag nutzen, sind von der Technologie weitgehend überzeugt. In einer Befragung von 57 Transportunternehmen gaben 93 Prozent an, mit ihren E-Lkw hochzufrieden zu sein. Von den Befragten gehören 88 Prozent zu den Entscheidungsträgern in den Unternehmen. 70 Prozent der Logistiker haben dabei mehr als 50 Beschäftigte.

Von den Transportunternehmen bedienen 70 Prozent den Nahverkehr, 79 Prozent sind im Regionalverkehr tätig. 49 Prozent fahren im nationalen und 23 Prozent im internationalen Fernverkehr. Bei den an dieser Studie teilnehmenden Unternehmen sind über 300 Elektro-Lkw im Einsatz. Von allen befragten Unternehmen haben 35 Prozent in den zurückliegenden zwölf Monaten weitere E-Lkw mit einer Reichweite von mindestens 500 Kilometer Reichweite angeschafft.

Hohe Zuverlässigkeit, hoher Komfort

Die Fahrzeuge hätten sich als zuverlässige und wirtschaftliche Alternative zu Diesel-Lkw etabliert und würden inzwischen nicht mehr nur im Regionalverkehr, sondern zunehmend auch auf längeren Strecken eingesetzt.

Besonders positiv bewerten die Unternehmen die technische Zuverlässigkeit, den hohen Fahrkomfort sowie die gute Akzeptanz bei den Fahrern. Wirtschaftliche Vorteile ergeben sich derzeit vor allem durch die Mautbefreiung und vergleichsweise niedrige Stromkosten beim Laden am eigenen Depot.

Weiter hohe Anschaffungskosten

Als größte Herausforderungen gelten weiterhin die hohen Anschaffungskosten sowie der aufwendige Ausbau der Ladeinfrastruktur. Kritisiert werden vor allem fehlende Lkw-geeignete öffentliche Ladepunkte, hohe Strompreise und mangelnde Transparenz bei den Tarifen. Viele Unternehmen wünschen sich daher mehr Ladeplätze, bessere Reservierungsmöglichkeiten und günstigere Konditionen.

Trotz dieser Hürden blickt die Branche optimistisch nach vorn: Ebenfalls 93 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass E-Lkw bis 2030 zum Standard in ihren Fuhrparks werden. Bei der letzten Erhebung unter „Early Adoptern“ lag dieser Wert noch bei 82 Prozent. Die Untersuchung entstand im Rahmen des Förderprojekts ELV-LIVE des Bundesumweltministeriums.

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