Stellantis rechnet mit Milliarden-Kosten für Zölle

Stellantis rechnet mit Milliarden-Kosten für Zölle
Nach gut 5,6 Milliarden Euro Gewinn ein Jahr zuvor verbucht Stellantis im ersten Halbjahr 2,3 Milliarden Euro Verlust. © dpa

Statt Gewinn schreibt der Vielmarkenkonzern Stellantis Verlust. Vor allem in den USA kriselt das Geschäft. Dazu kommen noch die Zölle.

Der Autokonzern Stellantis geht auch für das zweite Halbjahr von deutlichen Belastungen durch die US-Zollpolitik aus. Nachdem bereits in den ersten sechs Monaten 0,3 Milliarden Euro an Sonderkosten anfielen, dürften es in der zweiten Jahreshälfte noch einmal 1,2 Milliarden Euro sein, teilte der VW-Rivale in Amsterdam mit.

Nach gut 5,6 Milliarden Euro Gewinn ein Jahr zuvor verbucht der Mutterkonzern von Marken wie Peugeot, Fiat, Chrysler und Opel für die ersten sechs Monaten einen Verlust von 2,3 Milliarden Euro. Dabei fielen vor allem abgebrochene Modellprogramme sowie Abschreibungen auf technische Plattformen und für den Konzernumbau ins Gewicht.

Umsatz soll steigen

Der neue Konzernchef Antonio Filosa stellt nach der Zolleinigung der USA mit der EU nun eine Verbesserung im Tagesgeschäft im Rest des Jahres in Aussicht. So soll der Umsatz gegenüber der ersten Jahreshälfte zulegen. Die bereits bekannten Eckdaten aus dem Tagesgeschäft bestätigte Stellantis. Der Umsatz sackte um 13 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro ab. Im zweiten Quartal gingen die Verkäufe um 6 Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge zurück.

Seit längerem kriselt der Vielmarkenkonzern, weil er auf dem nordamerikanischen Kontinent seine großen SUVs und Pickups nicht mehr wie gewohnt loswird. Das kostete auch den einst so mächtigen Ex-Chef Carlos Tavares den Job. Stellantis war aus der Fusion der französischen PSA-Gruppe mit dem italoamerikanischen Fiat-Chrysler-Konzern entstanden. Im US-Markt sind mit Chrysler, Dodge, Jeep und Ram vier der 14 Fahrzeugmarken des Konzerns zu Hause. Das Geschäft mit den teuren SUVs und Pickups sorgte lange dafür, dass Stellantis den Löwenanteil seines Gewinns in den USA einfuhr. (dpa)

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