Spritpreise: Diesel im März so teuer wie nie zuvor

Durchschnittlich 2,164 Euro pro Liter

Spritpreise: Diesel im März so teuer wie nie zuvor
Eine Zapfpistole für Diesel. © dpa

Die Spritpreise erreichen immer neue Höchststände. Wie aus einer Auswertung des ADAC hervorgeht, war der Diesel im März so teuer wie nie zuvor.

Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben im März neue Höchststände erreicht. Nach einer aktuellen Auswertung des ADAC lag der durchschnittliche Dieselpreis bei 2,164 Euro pro Liter – so hoch wie in keinem Monat zuvor. Damit übertraf Diesel sogar den bisherigen Rekord aus dem März 2022. Kurz nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs lag der Preis bei durchschnittlich 2,140 Euro pro Liter.

Auch Benzin wurde deutlich teurer. Ein Liter Super E10 kostete im März im Schnitt 2,022 Euro. Zwar blieb der Preis damit knapp unter dem bisherigen Rekordwert von 2,069 Euro aus dem März 2022, dennoch war es für Super E10 der drittteuerste Monat aller Zeiten. Seit dem gestrigen Mittwoch greifen an den deutschen Tankstellen übrigens neue Regeln: so dürfen die Betreiber nur noch mittags um 12 Uhr die Preise erhöhen, Preisenkungen sind jederzeit möglich. Ob dieser Regelung zu niedrigen Preisen an der Zapfsäule führt, ist indes fraglich.

Preise steigen fast durchgehend

Ein Blick auf die Preisentwicklung im Monatsverlauf zeigt: Die Spritpreise kannten im März nahezu nur eine Richtung – nach oben. Am günstigsten war das Tanken noch zu Monatsbeginn. Am 1. März lag der Tagesdurchschnittspreis für Super E10 bei 1,794 Euro pro Liter, Diesel kostete 1,759 Euro. Ganz anders das Bild am Monatsende: Der 31. März war für beide Kraftstoffsorten der teuerste Tag des Jahres. Super E10 kostete im Tagesmittel 2,107 Euro, Diesel sogar 2,316 Euro pro Liter. Damit näherte sich der Dieselpreis erneut seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2022 an.

Innerhalb eines Monats verteuerte sich Benzin um 31,3 Cent je Liter, Diesel sogar um 55,7 Cent. Auffällig ist dabei, dass Diesel derzeit deutlich teurer ist als Benzin – trotz seiner vergleichsweise niedrigeren Besteuerung.

Vormittag wird zur besten Tankzeit

Eine erste Auswertung der Preise kurz nach Inkrafttreten der Regelung zeigt jedoch deutliche Aufschläge: Gegenüber den Preisen kurz vor 12 Uhr stieg der Preis für Super E10 um 7,6 Cent auf 2,175 Euro je Liter, Diesel verteuerte sich um 7,5 Cent auf 2,376 Euro. Bis zum folgenden Tag um 12 Uhr dürfen die Preise nun nur noch stabil bleiben oder sinken, nicht jedoch weiter steigen.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das neue System vor allem eines: Der Vormittag dürfte künftig der günstigste Zeitpunkt zum Tanken sein, da Preiserhöhungen im Tagesverlauf ausgeschlossen sind. Der ADAC kündigte an, die Auswirkungen der neuen Regelung genau zu beobachten und Autofahrer weiterhin umfassend zu informieren.

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