Fahrer eines Selbstzünders haben es bei der Fahrt an die Tankstelle längst bemerkt: Diesel ist in den zurückliegenden Wochen deutlich teurer geworden.
Wer ein Fahrzeug mit Dieselmotor fährt, muss bei der Fahrt an die Tankstelle immer tiefer in die Tasche greifen. Wie aus der aktuellen Auswertung der bundesweiten Spritpreise hervorgeht, mussten sie für den Liter Diesel zuletzt 1,698 Euro zahlen. Das ist ein Anstieg von 1,1 Cent im Vergleich zur Vorwoche.
Innerhalb eines Monats hat sich der Liter Diesel damit um mehr als elf Cent verteuert. Diesel kostet damit aktuell so viel wie vor etwa einem Jahr.
Rohölpreis ist gesunken
Doch woran liegt diese Preissteigerung? Am Rohölpreis jedenfalls nicht. Vor einem Monat kostete Rohöl der Sorte Brent fast 80 US-Dollar je Barrel. Das waren rund 15 Dollar mehr als zur Zeit. Obwohl der Euro im Vergleich zum US-Dollar zuletzt schwächer notierte, sieht der Automobilclub Raum für Preissenkungen beim Diesel.
Besser hat es hingegen die Fahrinnen und Fahrer eines Autos mit Ottomotor getroffen. Sie mussten für einen Liter Super E10 im bundesweiten Mittel aktuell 1,742 Euro zahlen, ein minimaler Rückgang von 0,1 Cent je Liter gegenüber der Vorwoche. Doch auch hier stelle sich nach Auffassung des ADAC angesichts des niedrigeren Rohölpreises die Frage, warum er nicht spürbar billiger ist.
Autofahrenden rät der ADAC dazu, die Fahrt an die Tankstelle möglichst abends anzutreten, denn dann ist es günstiger. Teilweise liegt der Preis dann im Schnitt rund 13 Cent je Liter niedriger als morgens. Daneben sollten sie auch die Preise der verschiedenen Tankstellenbetreiber vergleichen. Das stärkt der Wettbewerb, denn freie Tankstellen sind häufig etwas günstiger als Markentankstellen.


