Zeitumstellung birgt Risiken für Verkehrsteilnehmer

Zeitumstellung birgt Risiken für Verkehrsteilnehmer
Das Kunstwerk «Zeitfeld» von Klaus Rinke in Düsseldorf. © dpa

Es ist wieder soweit: In der Nacht zu Sonntag werden die Uhren wieder vorgedreht. Für alle Verkehrsteilnehmer ist das eine Herausforderung.

So werden an diesem Sonntag in Deutschland und den meisten Ländern Europas die Zeiger wieder von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt. Die halbjährliche Debatte über Sinn und Zweck dieser Maßnahme scheint in diesem Frühjahr angesichts von Krieg und Krisen nahezu komplett auszufallen.

Diesen Eindruck teilt der Physiker Andreas Bauch von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, die für die Übermittlung der gesetzlichen Zeit in Deutschland zuständig ist. Es gebe keine wahrnehmbaren Politiker-Stimmen und die sonst üblichen Anfragen an seine Behörde blieben weitestgehend aus, sagte Bauch. Ziel der 1980 wieder eingeführten Umstellung ist es, das Tageslicht besser ausnutzen zu können. Kritiker zweifeln den Energiespareffekt immer wieder an.

Autofahrer sollten aufpassen

Zwar können viele Menschen die geschmälerte Nachtruhe sonntags ein wenig ausgleichen, trotzdem sollten besonders Autofahrer der Zeitumstellung Beachtung schenken.

Durch die Umstellung kann der Schlafrhythmus kann über mehrere Tage gestört sein. Müdigkeit und Unkonzentriertheit sind die Folgen. Wer unausgeschlafen ist, hat ein höheres Unfallrisiko. Wer morgens unter Müdigkeit leidet, legt auf längeren Fahrten am besten mehr Pausen ein oder lässt das Auto im Extremfall lieber stehen.

Es bleibt länger dunkel

Durch das Vordrehen der Uhren bleibt es morgens vorrübergehend wieder länger dunkel. Autofahrer sollten im morgendlichen Berufsverkehr besonders auf Fußgänger wie etwa Schulkinder achten. Sie sind in den ersten Wochen nach der Zeitumstellung wieder schlechter zu erkennen. Auch diese Verkehrsteilnehmer haben mit den Auswirkungen der Sommerzeitumstellung zu kämpfen und können zum Beispiel aus Unkonzentriertheit plötzlich auf die Fahrbahn treten oder Ampelzeichen missachten.

Es gilt nicht nur auf menschliche Verkehrsteilnehmer zu achten. Die Wildtiere orientieren sich nicht an Uhren, sondern an den Lichtverhältnissen, bleiben also ihrem Tagesrhythmus treu. Da Autofahrer ab der Zeitumstellung eine Stunde früher als zuvor unterwegs sind, steigt das Risiko, auf Wildtiere zu treffen. Vor allem auf Landstraßen gilt es aufmerksam zu sein und auf Straßenschilder zu achten, die auf Gefahrenstellen durch Wildwechsel hinweisen. (dpa/SP-X)

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